Rhabarber gibt es nur bis Ende Juni, daher passen auch Marshmallows zum süßen Cover

Freundschaft, Liebe, Sonnenbrille & Rhabarber = neuer Lieblingsroman: „Schau mir in die Augen, Audrey“ von Sophie Kinsella

Von Sophie Kinsella haben sicher einige von euch schon etwas gehört. Sie ist die englische Autorin des Bestsellers „Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin“, der bereits verfilmt wurde und der erste Teil einer Romanreihe um die Journalistin Rebecca Bloomwood ist.

Sophie Kinsella heißt eigentlich Madeleine Wickham und begann mit dem Schreiben als Finanzjournalistin. Sie schreibt unter beiden Namen und hat inzwischen an die zwanzig Bücher veröffentlicht.

„Schau mir in die Augen, Audrey“ ist der erste Jugendroman der Autorin und sie hat ihn ihren Kindern gewidmet. Man merkt dem Buch an, dass Sophie Kinsella als Mutter von vier Söhnen und einer Tochter sehr genau weiss, wie chaotisch so ein ganz normales Familienleben zuweilen sein kann.

Rhabarber gibt es nur bis Ende Juni, daher passen auch Marshmallows zum süßen Cover
Rhabarber gibt es nur bis Ende Juni, daher passen auch Marshmallows zum süßen Cover

Das Buch passt irgendwie zu meinem gestrigem Sonnenbrillen-Post, denn Audrey, die vierzehnjährige Hauptperson des Romanes trägt immer, egal bei welchem Wetter, drinnen oder draussen eine Sonnenbrille.

Nur hat es bei ihr nichts mit Mode oder Affektiertheit zu tun, denn Audrey hat an ihrer alten Schule Schlimmes erlebt und seitdem kämpft sie gegen immer wiederkehrende Angstattacken. Die Sonnenbrille ist also absolut kein modischer Gag, sondern reiner Selbstschutz.

Ich trage meine Sonnenbrille natürlich nur als modisches Accessoire - und hoffe, das bleibt auch so
Ich trage meine Sonnenbrille natürlich nur als modisches Accessoire – und hoffe, das bleibt auch so

Sophie Kinsella versteht es ein sehr ernstes Thema auf jugendliche Art und Weise anzugehen und mit ihrem ganz eigenem Sprachwitz zu beschreiben.

Es gibt sehr rührende Momente zum Nachdenken im Buch, aber auch einiges, was den Leser zum Lachen bringt. Ich habe mich an keiner Stelle gelangweilt und das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Obwohl hier ein ernstzunehmendes Thema behandelt wird ist das Buch niemals schwermütig, sondern strahlt immer pure Lebenslust aus.

Sophie Kinsella vermeidet auch, dass die Probleme hier zu sehr ausgewalzt werden und zeigt damit einen gesunderen Umgang mit schlechten Erlebnissen, als das in manchen Jugendbüchern üblich ist. Ich mag es nämlich persönlich nicht, wenn der Leser „gezwungen“ wird sich der  Schwermütigkeit hinzugeben, sondern freue mich über Lebensfreude auch in schwierigen Situationen.

Ich denke, es ist auch ein gutes Buch für Erwachsene, gern auch Eltern und Lehrer, die hier einiges im Umgang mit uns pubertierenden Teenagern lernen könnten. Da gibt es ja des öfteren Verständigungsprobleme. Oder habt ihr nicht auch manchmal das Gefühl, eine Gebrauchsanweisung würde den Erwachsenen den Umgang mit uns wesentlich erleichtern?

Das klingt jetzt alles so wahnsinnig ernsthaft. Ist es sicher auch, aber „Schau mir in die Augen, Audrey“ ist trotzdem ein leichter beschwingter Roman über Familie, Freundschaft und Liebe, ohne kitschig zu sein. Und glaubt mir, ihr werdet mit Sicherheit bei einigen Situationen denken: „Hey, das kommt mir doch irgendwie bekannt vor.“ Und wenn ihr wissen wollt, was Rhabarber eigentlich mit alldem zu tun hat, solltet ihr das Buch unbedingt lesen.

Das Buch ist im cbj Verlag erschienen und wird sicher eher uns Mädels (ab 13 Jahren) ansprechen, wie das mädchenhafte Cover schon zeigt.

Entdeckt in einem Buchladen-Schaufenster in der Toskana, das italienische Cover von „Schau mir in die Augen, Audrey“
Entdeckt in einem Buchladen-Schaufenster in der Toskana, das italienische Cover von „Schau mir in die Augen, Audrey“

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