In der Sonne haben diese Glitzerboots wirklich mächtig gefunkelt. Fast hätten sie mir die "Show gestohlen", aber nur fast!

Das Geheimnis der Glitzer-Boots

Es waren einmal zwei schwarze Boots. Sie führten ein glückliches Schuhleben und wanderten zufrieden durch die Welt. Auf ihren langen Wanderungen trafen sie andere Schuhe, die auch ganz anders aussahen. Manche strahlten ihnen in grellen Farben entgegen, andere fielen durch wunderschöne Muster auf. Aber all diese fremden Schuhe sahen sie nur merkwürdig an und gingen weiter. Sie sprachen kein Wort mit den schwarzen Boots und so wurden die einst so glücklichen Boots immer unglücklicher.

An einem verregnetem Sonntag im April sahen die beiden Boots dann ein Paar mit glitzernden Steinchen besetzte Overknees, die ihnen entgegen kamen und sie freundlich anlächelten. „Na, sowas! Wie seht ihr denn aus? Seid ihr Wetterschuhe? Ihr seid so farb- und glanzlos? Warum?“

Bedrückt schauten die schwarzen Boots zu den Overknees hoch: „Ja, das ist uns auch schon aufgefallen, aber wir sehen eben so aus. Das kann man nicht ändern, oder habt ihr einen Rat?“

„Naja, wir waren vor vielen Jahren auch mal so unscheinbar wie ihr, aber dann sind wir Kurt Geiger begegnet und sie hat uns geholfen.“

„Kurt Geiger? Wer ist Kurt Geiger?“, fragten die beiden Boots ganz aufgeregt.

„Na, die Schuhfee, kennt ihr sie nicht? Sucht das Licht und dann werdet ihr sie finden. Sie wird euch helfen. Viel Glück!“

Die Overknees verabschiedeten sich und zogen weiter. Begeistert von den Worten ihrer neuen Freunde gingen die beiden Boots los und suchten Kurt Geiger. Sie hielten verzweifelt nach ihr Ausschau, aber fanden sie auch nach vier Tagen noch nicht. Doch am fünften Tag tauchte plötzlich ein Licht vor den Boots auf und verwandelte sich kurzerhand in eine Fee.

Ohne ein Wörtchen zu sagen, wedelte Kurt Geiger mit den Händen und murmelte unverständliche Worte. Ja, und dann war sie auch schon wieder weg. Was war passiert? Sahen die beiden schwarzen Boots jetzt auch so schön aus?

Das Schuhpaar rannte zum nächsten Fluss und betrachtete sein Spiegelbild in den vorbeiziehenden Fluten. Sie sahen wunderschön aus. Die Boots waren rundherum mit Glitzer bedeckt und ihre Spitze zierte eine edle Metallkappe. „Wow, sehen wir toll aus!“, raunten die beiden.

Und die Glitzer-Boots liefen glücklich bis an ihr Schuhlebensende…

Endlich waren die Glitzer-Boots.
Stolz und glücklich waren sie nun, die beiden Boots.
Aber sie sehen doch auch wirklich schick aus, oder? Danke Kurt Geiger!
Aber sie sehen doch auch wirklich schick aus, oder? Danke Kurt Geiger!

Halt! Nein, das stimmt nicht so ganz.

Denn nachdem sie von der guten Fee Kurt Geiger verschönert wurden, wanderten sie nämlich zu mir. Und bei mir haben sie noch lange, lange nicht ihr Schuhlebensende erreicht. Sie durften aber schon einen großen Schritt miterleben und hatten ihren grossen Auftritt. Und wo? Na, bei meiner Jugendweihe natürlich, bei meinem großen Schritt in Richtung Erwachsensein. Erinnert ihr euch?

Also, liebe Glitzerboots, ich bitte euch recht herzlich, weitere große Schritte meines Lebens mitzuerleben und mir noch eine Weile zur Seite zu stehen. Denn ihr passt sooooo gut zu mir. Apropos passen, meine Füße sollten dann vielleicht nicht so schnell wachsen. Ginge das? Dankeschön! 🙂

P.S. Ach so, diese Schuhfee-Geschichte haben mir meine beiden Glitzerfreunde in einer gemütlichen Gesprächsrunde bei Kaffee, Tee und Kuchen erzählt. Dabei habe ich interessante Sachen über das Leben eines Schuhs erfahren. Wusstet ihr, dass viele Schuhe gerne Erdbeerkuchen essen?

Naja, und wer Kurt Geiger wirklich ist, könnt ihr hier nachlesen. 😉

Beim nächsten Mal bekommt ihr auch ein Stück Erdbeerkuchen, aber bitte nicht vollkleckern, meine lieben Glitzer-Boots!
Beim nächsten Mal bekommt ihr auch ein Stück Erdbeerkuchen, aber bitte nicht vollkleckern, meine lieben Glitzer-Boots!
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