Oder stellt es uns nur auf die Probe, damit uns das harmonische leben danach nicht langweilt?

Die Pubertät fährt jeden Morgen mit

Also, ich weiß ja nicht, wie das so bei euch ist, aber ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es ein paar Dinge in der Pubertät gibt, die unsere Eltern einfach nicht verstehen wollen werden. Und dies macht unser Familienleben nicht immer ganz leicht. Nein, ich meine jetzt nicht Instagram und Snapchat, oder so. Wobei das ja auch einen Post füllen würde. Ich meine so ganz alltäglich Sachen, wie zum Beispiel, dass wir nicht mehr das kleine Mädchen sind, dass sich jeden morgen total freut, seine Eltern zu sehen. 😉

Oh, das klingt jetzt ganz furchtbar, aber die Teens unter euch wissen sicher, was ich meine. Wir brauchen morgens einfach unsere Zeit. Wir wollen nicht sofort vollgequatscht werden. Eigentlich wollen wir ganz oft überhaupt nicht reden, jedenfalls nicht mit Mami und Papi. 😉 Manchmal brauchen wir eben eher den Blick auf unser Handy, um gut in den Tag zu starten.

Wir haben euch trotzdem verdammt lieb, liebe Mamis und Papis. Wir können es nur nicht so richtig zeigen. Die Pubertät ist Schuld, aber das vergeht ja irgendwann wieder. Viele Eltern verstehen das manchmal nicht so richtig und dann machen sie eben eine Menge Fehler, die wir Teenager in der Pubertät einfach nicht verkraften.;)

Versteht ihr, was ich meine?
Es ist nicht immer leicht mit uns, das wissen wir schon. Aber manchmal ist in der Pubertät eben Schweigen doch Gold.

Es fängt schon mit dem allerersten Wort an, dass mir meine sehr geehrte Frau Mama jeden Morgen frisch-fröhlich entgegen ruft. Wartet, ich muss mich ganz kurz zusammenreißen, damit ich dieses Unwort hier auf meinen Blog schreibe. Seid jetzt ganz stark, meine lieben Leser, jetzt kommt es:

„AUFSTEHEN, Charli!!!“

Und dann kommt in fröhlichem (oder soll es ironisch sein?) Singsang hinterher: „Ein schöner neuer Tag beginnt!“ Dabei knipst sie dann natürlich auch noch das Licht an und reißt mich endgültig aus meinen Träumen.

‚Das kann sie unmöglich ernst meinen. Um 6.20 Uhr beginnt niemals ein schöner neuer Tag, Mami!‘ Ausser vielleicht man muss zum Flieger, weil Ferien sind und man in den Urlaub fliegt.

Ich habe das jetzt noch nie mit ihr ausdiskutiert, denn dazu fehlen mir morgens einfach die Nerven. Es müssen ja noch wichtige Entscheidungen getroffen werden, wie:

Was ziehe ich heute eigentlich an? Und welchen Lippenstift sollte ich dazu tragen?

Da sind einfach viel zu wichtige Dinge zu planen.

Fast so kompliziert wie das morgendliche Aufstehen. ;)
Dieses Erwachsenwerden ist echt anstrengend, Leute.
Oder stellt uns die Pubertät nur auf die Probe, damit uns das harmonische Leben danach nicht langweilt?
Wer hat sich das eigentlich ausgedacht, dieses Pubertätsdingens? Gibt es keine App dagegen?

Früher war das alles viel einfacher, da hat Mami uns die Klamotten zurecht gelegt und wir sind dann glücklich plappernd zum Kindergarten oder in die Grundschule losgezogen. Bei Schnee sogar mit Papi und Schlitten. Mann, das waren Zeiten. Jetzt stecken wir mitten in der Pubertät und da wird manchmal schon die morgendliche Autofahrt zur Schule zum Kriegsschauplatz. Kennt ihr das auch? Es regnet Fragen über Fragen. Am Ende ist dann irgendeine Antwort falsch oder nicht ausführlich genug und schon ist Mami sauer. Dabei sagt sie ja selbst immer Dinge wie, wenn man nichts Vernünftiges zu sagen hat, sollte man den Mund halten. Oder, dass man sich nicht im Streit verabschieden soll.

Recht hat sie und deshalb hier meine Nachricht an sie:

„Mami, es ist ganz normal, dass wir morgens nicht soviel erzählen und lieber auf unser Handy starren. Das machen alle Jungs und Mädels in der Pubertät so. Das hat wirklich nichts mit dir zu tun und quatschen können wir doch heute Abend, ganz gemütlich bei Kakao und einem leckerem Stück After School Cake. Hast du übrigens lange nicht gebacken… ;)“

Da reichen manchmal zehn Minuten aus um für gute Stimmung zu sorgen. Probiert es aus!
Hey, und wenn euch nachmittags einfach die Gespräche ausgehen, dann raus an die frische Luft. Oder, wenn ihr Glück habt, in den Schnee. Mit Schlitten natürlich, wie früher.
Wir machen es einfach nur zu interessant, da werden Mami und Papi mißtrauich.
Also, so schwer ist es doch gar nicht. Wir sollten unsere Eltern vielleicht öfter mal an unserem Teenager – Leben teilhaben lassen. Dann verlieren sie eventuell die Lust daran, so ist das doch mit Verboten. Kennen wir doch aus der Pubertät! 😉

 

 

4 Responses to "Die Pubertät fährt jeden Morgen mit"
  1. Ohja, ich kann mir das richtig vorstellen, wie deine Mama morgens fröhlich im Zimmer steht, dich weckt und dann auch noch das Licht anmacht! Ich kenn das nur zu gut. 😉 Das schlimmste war aber immer, wenn Mama das Licht angemacht hat ohne mich zu warnen. Da bin ich aber böse geworden! 😀 Da war es dann auch schön, mal alleine zu wohnen und selbst entscheiden zu können, wann man das Licht nun anschaltet.. Handy am Tisch gab es bei uns allerdings nie. Ich hab morgens auch nicht viel geredet, weil ich noch nicht wach war und einfach keine Lust auf Gespräche hatte, aber das Handy ist bei uns am Tisch immer tabu gewesen.

    Liebe Grüße,
    Maj-Britt

    http://www.dailymaybe.de

    • Hallo Maj-Britt,
      ja es hat wohl alles seine Vor- und Nachteile. Ohne Mami würde ich natürlich morgens kein leckeres Frühstück ans Bett bekommen. Aber Handy am Tisch gibt es bei uns sowieso nicht, auch kein fernsehen. Das würde ich auch nicht wollen, denn abends quatsche ich dann ganz gern mit meinen Eltern. Also erzählt wird bei uns am Tisch. Bei einer Freundin ist das Reden bei Tisch immer verboten, das würde bei uns nicht funktionieren. Würde Mami gar nicht durchhalten… 😉

      Liebe Grüße
      Charli

  2. Oooh, ich habe es immer ganz furchtbar gefunden, als Langschläferin entweder von meinen Schwestern (wir hatten zu dritt ein Zimmer) oder von Mama so schrecklich fröhlich aufgeweckt zu werden. Ich wollte einen SANFTEN, RUHIGEN Morgen! Nix mit fröhlich und laut und hell. Da habe ich meine beste Freundin beneidet, die bei ihren Großeltern aufgewachsen ist: ihr Opa hat zehn Minuten vor Weckzeit mal „vorgeklopft“ und die Vorhänge nur ein Stück weit weggeschoben, und zur Weckzeit war sie dann schon SANFT aufgewacht und hatte ruhig ihren Morgen begonnen. Klingt doch perfekt, oder? Vielleicht gefällt’s deiner Mama ja auch, die Idee 😀

    • Hallo liebe Vivien,
      oh, ja das würde mir gefallen. Inzwischen stelle ich mir immer einen leisen Klingelton und bin dann meist schon wach, wenn Mami hochkommt. Das sorgt für etwas bessere Stimmung. 😉 Aber „vorklopfen“ klingt noch besser, bleibt aber wohl eher ein Traum. ;( Aber ich kann es ihr ja mal erzählen, so als Hinweis… 😉

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