Charli als SchmaZ - Reporter.

Das SchmaZ-Projekt

Im letzten Schuljahr habe ich zusammen mit meiner Klasse am SchmaZ – Zeitungsprojekt mitgewirkt. Dabei haben wir vier Wochen lang unsere lokale Zeitung kostenlos zugeschickt bekommen und sollten uns über interessante und wichtige Themen informieren. Am Schluss des Projekts stand dann der eigene Artikel.

Das Projekt nennt sich einfach SchmaZ

Nein, da fehlt kein „T“, denn hier handelt es sich nicht um eine Lautmalerei. Sondern „SchmaZ“ bedeutet „Schüler machen Zeitung“. Organisiert wird es von der „Volksstimme“, unserer regionalen Zeitung in Sachsen-Anhalt.

Mir hat das SchmaZ Projekt sehr viel Spaß gemacht. Schon sehr interessant, mal zu erfahren, wie es so ist, im Journalismus. Vor allem jetzt, im „digitalen Zeitalter“, ist es für uns Teens einfach spannend, einen Einblick in die Zeitungs-Welt zu bekommen. Die meisten lesen wahrscheinlich nur noch auf ihrem Handy, Tablet oder Laptop.

Unsere Welt befindet sich in der Digitalisierung, aber trotzdem gibt es noch Zeitungen, die man nicht vernachlässigen sollte.

In den Ferien habe ich zwei der SchmaZ Mitarbeiter, Dajana Meusel und Christian Maleike getroffen, um mit ihnen über das Projekt zu sprechen. Ich bin ja auch durch das SchmaZ-Projekt gut geschult worden, was Interviews angeht, ein angehender Profi sozusagen. 🙂

Und ich durfte ihnen Fragen stellen. :)
Das sind Dajana Meusel und Christian Maleike, die beiden Mitarbeiter des „SchmaZ“ Projektes bei der „Volksstimme“.

Dajana Meusel ist für die Projektkoordination zuständig und kümmert sich um die Anmeldungen und Fragen bei SchmaZ. Christian Maleike ist verantwortlich für die Website und das digitale Produktmanagement. Früher war er selbst Redakteur, weiss also genau Bescheid.

Wir haben über alles mögliche rund um das Schüler Projekt geredet und natürlich über die neue SchmaZ-Website. Denn die ist nigelnagelneu und sehr schick. Das wurde auch Zeit, denn der alte Internetauftritt war wirklich nicht mehr ganz so modern. Die neue Website soll nun ein zentraler Bestandteil sein, nicht nur als „Beiwerk“ dienen. Hauptsächlich richtet sich die Seite zwar an Lehrer, die sich für das Projekt anmelden. Doch auch die Schüler sind hier wichtig. Sie laden ihre Artikel auf der Seite hoch und können natürlich auch die Artikel der anderen Schüler lesen.

Alle Artikel der letzten Jahre sollen auch auf der neuen Seite zu sehen sein.

Auch meinen Artikel „Flucht und selbstgemachte Marmelade“ könnt ihr auf der neuen SchmaZ-Website finden. Er war sogar in der „Volksstimme“ abgedruckt, worauf ich natürlich schon ein bisschen stolz bin.

Charli als SchmaZ - Reporter.
Mein Artikel „Flucht und selbstgemachte Marmelade“ (In der Zeitung haben sie aus Platzgründen „geschenkte Marmelade“ daraus gemacht) war mit grossem Bild in der Zeitung. Ich war quasi Bild- und Textredakteurin gleichzeitig.

Mein SchmaZ Artikel handelt von Juliana Gombe und ihrem tollem Engagement für Flüchtlinge und ihrem Traum von einem „Willkommenshaus“, indem auch Kinder aus sozial schwachen Familien gemeinsam kochen, reden, spielen und glücklich sein können. Sie selbst ist vor 19 Jahren nach Deutschland geflüchtet und möchte nun anderen helfen. Juliana Gombe ist eine beeindruckende und sehr herzliche Frau. Das Interview mit ihr war unglaublich spannend und bewegend.

Eine tolle Erfahrung, die ich ohne das SchmaZ Projekt nicht gemacht hätte.

Ich kann also allen Schülern das SchmaZ Projekt empfehlen. Ihr werdet eine Menge Erfahrung sammeln können. Das Unterrichtsmaterial für das Schülerprojekt hat sich mittlerweile ebenfalls ein wenig geändert, genauso wie die Mitarbeiter des Projektes.

Sie sind super nett und haben sicher ein offenes Ohr für die Schüler-Redakteure.
Hier haben wir nochmal Dajana Meusel und Christian Maleike, zwei Mitarbeiter des SchmaZ Projektes.
Ich finde schon!
Und stylisch sind sie auch noch, oder sieht das nicht aus, wie bei einer hippen Berliner Agentur?

Mich hatte auch interessiert, ob man wirklich nur teilnehmen konnte, wenn der Lehrer die Klasse angemeldet hatte. Und leider gibt es wirklich nur diese Möglichkeit. Also kann ich als Schüler einer nicht angemeldeten Klasse bis jetzt noch keine Artikel einreichen. Das liegt daran, dass das Projekt durch verschiedene Partner unterstützt wird und das Team den Lehrer eben als Ansprechpartner benötigt. Aber vielleicht ändert sich das in der Zukunft noch. Bis dahin müsst ihr eben dafür sorgen, dass euer Lehrer euch beim SchmaZ Projekt anmeldet.

Interessant ist auch, ob Schüler, die vor einigen Jahren am Projekt teilgenommen haben, jetzt tatsächlich journalistisch tätig geworden sind. Aber leider kann man das nicht wirklich zurückverfolgen, da das SchmaZ-Team keine Daten der Schüler mehr hat. Doch auch meine beiden Gesprächspartner waren sehr interessiert daran. Vielleicht ist dies mal ein Thema für einen SchmaZ Artikel und ein Schüler-Redakteur findet heraus, dass das Projekt für manche Jugendliche schon der erste Schritt in Richtung Journalismus war? Wäre doch super interessant.

Das Hauptziel des Projektes ist es, der Jugend einen Einblick in den Journalismus zu verschaffen. Den Schülern werden Medien, insbesondere eben die Zeitung, nahegebracht und sie lernen, wie man Meinungen sachlich begründet und auf einer niveauvollen Basis kundgeben kann. Das ist gerade jetzt in Zeiten, in denen man im Internet einfach anonym oder unter falschem Namen böse Kommentare verfassen kann, besonders wichtig und richtig.

Man möchte der Jugend die Kritikfähigkeit beibringen.

Manchmal sind wir auch ein bisschen vom Thema SchmaZ abgeschweift und haben uns, zum Beispiel über heutige soziale Netzwerke unterhalten. Über Instagram und Facebook. Dass wir Jugendlichen öfter Instagram nutzen und Facebook bei uns nicht mehr ganz so „in“ ist. Es ging zum Schluss auch nochmal um WhatsApp und Datenschutz in unserer Generation. Vielleicht auch mal ein Thema für einen Artikel, es wäre sicher spannend herauszufinden, wieviel Zeit wir so im Netz vertrödeln. Denn das Konsumieren von Medien ist eben etwas ganz anderes als selbst Dinge oder z.B. tolle SchmaZ-Artikel zu erschaffen. Und bei SchmaZ könnt ihr, oder eure Klasse auch noch etwas gewinnen. Informiert euch mal und dann ran an die Texte!

Danke nochmal, an Dajana und Christian für das nette und aufschlussreiche Gespräch! Ich hoffe, dass wir noch öfter voneinander hören werden. 😉

So, und nun interessiert mich natürlich, ob es solche Projekte auch bei euch gibt, meine lieben Leser. Und ob ihr auch schon einmal mitgemacht habt. Schreibt mir doch mal, ich bin gespannt!

6 Responses to "Das SchmaZ-Projekt"
  1. Wow, das hört sich super spannend an liebe Charlie! Ich kann mir gut vorstellen, dass es durchaus sehr spannend ist, bei solch einem Projekt mal mitzuwirken und quasi einen Blick hinter die Kulissen zu erhaschen. Dass dein Artikel gedruckt wurde ist ja fantastisch! Gratulation dazu! 🙂 ♥

    Hab noch eine schöne Restwoche. ♥

    XX,

    http://www.ChristinaKey.com

    • Habe mir gerade den Beitrag durchgelesen auf schmaz-digital und bin mal wieder beeindruckt! Dass Du erst so jung bist, ist der absolute Wahnsinn! *_* Vl. können die noch Deinen Blog verlinken? Ich bin mir sicher, dass noch gaaaaaaanz viele andere Leute begeistert von Deinem Blog und Deiner Schreibweise sind! 🙂

      LG ♥

      • Oh, Dankeschön. Juliana Gombe ist aber auch eine super beeindruckende Frau und sie war so herzlich. Wirklich erstaunlich bei allem, was sie durchgemacht hat.
        Ja, ein Link wäre eine schöne Idee, vielleicht lesen sie ja hier deinen Kommentar. 😉
        LG Charli

    • Hallo Christina,
      ja das war wirklich spannend und ich war natürlich super stolz über meinen Artikel in der Zeitung. Ich glaube mein Opa hat auch ein paar extra Exemplare gekauft. 😉

      LG von Charli

  2. Ich finde Zeitungen und allgemein Print Medien haben immer noch etwas besonderes. Wirklich etwas in der Hand zu haben, während man einen Artikel liest, ist einfach nochmal ein anderes Gefühl. An so einem Projekt mitwirken zu dürfen ist natürlich klasse! Die Chance hätte ich auch gerne mal gehabt 🙂

    • Ja, ich fand es auch toll, dass uns Schülern so etwas ermöglicht wird und würde jederzeit wieder mitmachen. 🙂
      Mir geht es auch so, dass ich ab und zu gern eine Zeitung in der Hand habe. Das ist ein bisschen wie bei Büchern, da kann mein Reader auch nicht immer mithalten.
      LG von Charli 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Gefällt Dir der Post? Dann kannst Du ihn gerne in Deinem Netzwerk teilen!

Wetere Artikel von mir: