Faire Mode in Magdeburg

Wenn man so an Mode interessiert ist, wie ich es zum Beispiel bin, dann sollte man sich, neben dem Aussehen, auch für die Hintergründe der Produktion interessieren. Das bedeutet zum Beispiel auch, dass alles unter fairen Bedingungen hergestellt wurde oder dass sich die Firmen für ihre Arbeiter einsetzen.

Für mich ist das auf jeden Fall wichtig und umso mehr habe ich mich gefreut, als ich auf Instagram (ja, tatsächlich) gesehen habe, dass es zur Zeit in meiner Heimatstadt einen Pop-Up-Store gibt, der ausschließlich faire Mode verkauft. „Fairwear“ heißt der Laden und ich habe mich natürlich direkt einmal umgeschaut.



Und da ihr mich kennt, wisst ihr, dass ich mich nicht nur umgeschaut habe, sondern dass mein Kleiderschrank danach auch um ein Kleidungsstück reicher war…

Jaja, erwischt. Aber es fühlte sich gut an, ich habe ja etwas Gutes getan. Ich habe mir nämlich ein Kleid von [eyd] ausgesucht – ein ganz schlichtes, graues, aber so etwas hatte noch in meinem Schrank gefehlt.

...und ich hätte das Kleid am liebsten gleich anbehalten!
Noch ein überzeugender Blick in den Spiegel…

Als Alex, der Betreiber von Fairwear, mir von der Marke und ihrer Philosophie erzählte, war ich wirklich gerührt. [eyd] beschäftigt gezielt Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution in Indien. Die Kleidungsstücke werden dort handgefertigt von indischen Frauen, denen dadurch ein neues Leben ermöglicht wird. Das Schönste ist letztlich noch, dass in jedem Kleidungsstück, dass man von [eyd] erwerben kann, ein Stempelabdruck ist. Dieser steht für eine bestimmte Näherin, die dieses Kleidungsstück hergestellt hat. Auf der Internetseite kann man dann einsehen, wer genau dein neues Kleiderschrankobjekt nähte.

An meinem Kleid hat Asha gearbeitet. „I like to work on the sewing machine and my work place is very safe.“, hat sie wohl gesagt. Ist das nicht etwas, was man gerne hört?

Ich werde immer ein gutes Gefühl haben, wenn ich es trage.
Ein Kleid kaufen und etwas Gutes unterstützen. Ist das nicht toll?

Wie ihr merkt, bin ich wirklich begeistert. Wie schön, so etwas Besonderes im Schrank zu haben! Das Kleid war übrigens am Dienstag schon mit in London und hat sich als einfach perfekt erwiesen – auch für langes Herumlaufen in einer Großstadt.

Natürlich war ich auch stolz, etwas so „Faires“ in meiner Lieblingsmetropole zu tragen!

Aber es gibt bei Fairwear nicht nur eine so beeindruckende Marke. Ihr könnt dort auch recolution finden, um nur noch ein Beispiel zu nennen. Das ist eine biologische, faire und vegane Marke. Die Materialien sind sorgfältig ausgewählt und werden kontrolliert fair produziert. An jedem Etikett der Kleidungsstücke hängt eine Packung mit Sonnenblumensamen, die man anpflanzen soll. Unter dem Motto „Green your city“ fordern sie uns damit auf, unsere Heimat grüner und biologischer zu gestalten.

Für grünere Städte!
Da sind die Sonnenblumen drin…

Das GOTS-Siegel ziert recolution’s Etikette. Damit wird ein rundum fairer und nachhaltiger Produktionsprozess garantiert.

Einhundert Prozent fair und nachhaltig
GOTS-Siegel

Bei Fairwear findet ihr übrigens jedes Teil nur einmal. Es gibt das gleiche Teil in den verschiedenen Größen, aber jeweils mit anderen Mustern. Das Prinzip ist, dass man sich ein Stück aussucht, die richtige Größe nimmt und letztlich noch das gewünschte Muster aussucht. Wenn man sich dann entschieden hat, wird das passende Teil bestellt.

Das bewirkt, dass nicht zu viel im Laden hängt, was am Ende nicht verkauft wird. Also nachhaltig und nebenbei auch finanziell vorteilhaft. 😉

Und ich hörte begeistert zu.
Im Gespräch hat Alex vieles über den Laden und die Labels erzählt.

Neben der Mode sind übrigens auch die Umkleiden noch sehr interessant: Aus Holz und Pappe gebaut, bieten die Wände eine super gute Plattform für Kommentare der Besucher. Leider, leider war ich so beeindruckt vom Laden und von meinem auserwählten Kleid, dass ich ganz vergessen habe, mich mit dem Edding zu verewigen…

Ihr merkt, ich bin begeistert. Aber überzeugt euch am besten einfach selbst! Also, wenn ihr die Möglichkeit habt, mal nach Magdeburg zu kommen oder hier lebt, dann schaut unbedingt mal bei Fairwear vorbei! Ihr findet den Pop-Up-Store noch bis 12. Juli 2018 in der Arndtstraße 55. Alex freut sich auf Euch!

2 Responses to "Faire Mode in Magdeburg"
    • Hallo Isabella!
      Fair Trade Mode ist einfach toll. Und das Kleid habe ich auch schon in mein Herz geschlossen und halte es in Ehren. Es ist einfach etwas ganz besonderes! 🙂

      Dir auch ein wundervolles Restwochenende noch!
      Liebe Grüße,
      Charli

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