In Birmingham hatten sie schon mit der Weihnachtsschmückerei angefangen

Ich wünsche mir eine Welt mit Respekt!

Warum ich gerade jetzt meinen Wunsch nach einer Welt mit Respekt verkünde können sich einige sicher denken. Ich wäre nicht ich, wenn ich auf meinem Blog den furchtbaren Geschehnissen der letzten Tage keine Zeilen widmen würde. Auch die Welt einer Dreizehnjährigen dreht sich nicht ausschliesslich um Bücher, Kuchenbacken oder neue Schuhe. Nein?

Na, wer hier schon länger mitliest hat das hoffentlich bereits erkannt: Die Charli macht sich auch Gedanken darum, was in der Welt so passiert und vieles davon muss sich einfach ändern. Und wir sind vielleicht gar nicht so machtlos, wie es sich im Moment anfühlt. Aber das will ich euch erklären.

An unserem Abreisetag in Birmingham haben wir uns mit dem Taxi zum Flughafen bringen lassen.

Es war für mich die lehrreichste Taxifahrt, die ich bisher hatte.

Erst einmal war es der netteste Taxifahrer während unseres ganzen Aufenthaltes in Birmingham und wir haben uns die ganze halbe Stunde bis zum Flughafen mit ihm unterhalten. Es ging anfänglich um alles Mögliche und irgendwann kamen wir dann auf das Thema Ausländer und Religion.

Der Fahrer war gläubiger Muslim und hat uns viel über seinen Glauben erzählt. Aber das Wichtigste waren seine Worte zum Thema Menschenliebe und Respekt.
Denn er hat gesagt, dass wir nicht alle das gleiche essen oder an die gleichen Dinge glauben müssen. Aber: Wir alle müssen voreinander Respekt haben. Fehlender Respekt und Verachtung sind die Ursache für Hass und Gewalt. Respekt kann man sich auch nicht irgendwo kaufen – und dann muss man diesem auch täglich wieder gerecht werden.

Eine Welt mit Respekt

Er hat zum Beispiel gesagt, wenn unser Haus brennen würde und er wäre unser Nachbar, muss es egal sein an wen oder was wir glauben, er würde uns helfen. Ohne wenn und aber! Und genau das würde er dann auch von uns erwarten. Wir Menschen sollten uns achten und nicht uns gegenseitig zerstören.

Und noch etwas: Er war so ein fröhlicher, glücklicher Mensch. Ganz ohne diese Grieskrämigkeit, die ich so oft sehe und die manchmal auch ansteckend ist. Ihr versteht was ich meine, oder? In einer Welt mit Respekt wären die Menschen offensichtlich auch glücklichere Menschen. Stellt es euch mal vor, alle sind fröhlich und keiner tut anderen weh.

Dieser Taxifahrer wirkte auf uns wie eine Botschaft. Das heisst jetzt keinesfalls, dass ich irgendeinem Glauben angehören möchte. Nein, ich bleibe bei meinem Standpunkt, dass man nicht gläubig sein muss, um Menschen zu lieben oder ihnen Respekt entgegen zu bringen.

Es fängt schon auf dem Schulhof an.

Oder vielleicht auch schon früher, denn all das hat viel mit unserer Erziehung zu tun. Ausgrenzung untereinander beginnt doch schon sehr früh, vielleicht ist es auch menschlich. Ich weiss es nicht.
Aber ich habe mir sehr fest vorgenommen, dass ich auf jeden Fall versuchen werde, ein bisschen mehr wie unser Taxifahrer aus Birmingham zu sein. Er kann ja leider nicht um die ganze Welt reisen und seine Botschaft verkünden, aber vielleicht kann er eben doch in seinem kleinen Taxi einen Gedanken in seine Fahrgäste pflanzen. Und die nehmen ihn dann mit und geben ihn weiter, so wie ich jetzt.

Und wenn ihr auch noch mitmacht, haben wir vielleicht die Chance diese Welt ein bisschen zu verändern, denn wir sind doch die Zukunft, die kommende Generation. Natürlich weiss ich auch, dass Macht und Geld bei all den Problemen auf der Welt eine grosse Rolle spielen, aber resignieren dürfen wir trotzdem nicht, oder?

Die Ereignisse in Paris haben uns besonders berührt, weil sie so nah sind.

Aber in einigen Teilen unserer Erde passieren Tag für Tag solch schreckliche Dinge, wir dürfen da nicht wegsehen nur weil es weiter weg ist. Und wir dürfen auch auf keinen Fall in Angst erstarren, denn dann hat der Terror sein Ziel erreicht und aus diesem Grund berühren mich die Bilder von einem „lebenden“ Paris oder Beirut sehr viel mehr, als nur die Zeichen der Trauer. Auch das bedeutet für mich, eine Welt mit Respekt. Eine lebendige Welt.

Und genau aus diesem Grund wird es auch auf meinem Blog ganz schnell wieder „normal“ weitergehen. Doch ich hoffe sehr, dass ich bzw. die Worte unseres Taxifahrers aus Birmingham euch ein bisschen zum Nachdenken anregen konnten.
Lasst uns heute schon anfangen mit diesem Respektding und es so machen, wie die Künstler in Shoreditch:

„Lets Adore And Endure Eatch Other“.

Ich wünsche mir eine Welt mit Respekt!
„Let us adore and endure each other“- ein toller Spruch an einer Wand in Shoreditch: Wir sollten uns alle gegenseitig bewundern und bestärken.

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2 Responses to "Ich wünsche mir eine Welt mit Respekt!"

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