Ganz schön lang so eine Leserolle…

Leserolle für „Simpel“ von Marie-Aude Murail

Ich hatte euch ja vor den letzten Ferien schon einmal kurz von Marie-Aude Murails Buch „Simpel“ berichtet, das wir im Deutschunterricht lesen mussten.

Nachdem wir das Buch gelesen hatten, sollten wir als Hausarbeit eine Leserolle erstellen. Es gab einige interessante Pflicht- und Wahlaufgaben, die wir erledigen und dann zusammengeklebt in der selbst gestalteten Leserolle zur Benotung abgeben mussten. Da meine Deutschlehrerin (und ich auch) sehr zufrieden mit meiner Arbeit war, habe ich gedacht, dass ich sie euch hier mal zeige.

Tada… Darf ich vorstellen? Meine „Simpel“ Leserolle!

Meine Lehrerin wollte wissen, welche arme Plüschhase hier dran glauben musste… Ha, ha
Meine Lehrerin wollte wissen, welche arme Plüschhase hier dran glauben musste… Ha, ha

Die Rolle habe ich aus einer leergegessenen Chips-Verpackung gebaut. Habt ihr euch sicher denken können. Und dann kam mal wieder Mamas Farbspray zum Einsatz. Habe ich euch ja hier schon berichtet, dass meine Frau Mama ein grosser Farbspray-Fan ist. Und auch diesmal ging es wieder ganz fix. In Silber sah die Chips-Rolle gleich viel interessanter aus. Dann habe ich einige schöne Zitate von Simpel aufgeklebt und in den Deckel einen Schlitz gemacht, um die Plüschohren rein zukleben.

Die Leserolle sollten wir so gestalten, dass sie neugierig macht. Ich denke, dass ist mir gelungen, oder?

Wir sollten uns auch ein anderes Cover für das Buch ausdenken. Obwohl ich eigentlich von dem Originalcover sehr begeistert bin, hat mir dies sehr viel Spass gemacht. Inspiriert hat mich die Textstelle, in der Aria sich Simpel zum ersten Mal so richtig ansieht: „Ein zierlicher junger Mann mit unordentlichem Haar und Augen wie Zauberlaternen, in denen Prinzen und Piraten, Einhörner und Kobolde vorüberzogen.“ Ich mag diese Beschreibung für Simpel ganz besonders.

Ganz schön lang so eine Leserolle…
Ganz schön lang so eine Leserolle…

Wir konnten uns noch einen Dialog ausdenken, sollten uns mit fünf wichtigen Gegenständen beschäftigen und durften einiges auch illustrieren. Mir hat das Projekt jedenfalls gefallen und das lag sicher auch an dem schönem Buch. Einigen in meiner Klasse hat das Buch nicht gefallen, aber ich gehe mal davon aus, dass es nicht an ihrer Herzlosigkeit lag. Vielleicht mögen sie einfach keine Bücher. Ja, und falls ihr nun noch mehr über „Simpel“ von Marie-Aude Murail erfahren wollt, lest doch einfach meine Rezension:

Buchrezension

Simpel

von Marie – Aude Murail

Die französische Schriftstellerin Marie-Aude Murail wurde am 6. Mai 1954 in Le Havre geboren. Sie zählt in Frankreich zu den erfolgreichsten und bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautorinnen.

Da ihre Mutter Journalistin und ihr Vater Dichter war, hatte sie bereits in ihrer Kindheit viel mit Literatur zu tun und studierte später Philosophie und Literatur an der Sorbonne in Paris.

Für ihr Buch „Simpel“ erhielt sie 2008 den Deutschen Jugendliteraturpreis.

Ihre Werke werden gern im Rahmen des Französischunterrichtes in Deutschland benutzt und werden oft von Tobias Scheffel, der für seine Übersetzungen 2011 ebenfalls den Deutschen Jugendliteraturpreis erhielt, ins Deutsche übertragen.

Die Geschichte um „Simpel“, einen geistig zurückgebliebenen 22jährigen, erzählt auf sehr einfühlsame Weise von zwei ungleichen Brüdern und vom nicht immer einfachen Leben mit Behinderten. Colbert, der minderjährige Bruder will Simpel, der eigentlich Barnabè heisst, vor einem Leben in der Anstalt beschützen. Die Mutter der beiden Kinder ist tot und der Vater interessiert sich nicht für seine Söhne. Colbert ist also auf sich gestellt und zieht mit Simpel in eine WG mitten in Paris.

Das bringt natürlich am Anfang auch einige Schwierigkeiten mit sich, doch die Autorin erzählt die Geschichte mit viel Humor und auf spannende Weise.

Im Zusammenleben mit Simpel entwickeln sich auch die WG- Bewohner weiter und kämpfen schliesslich gemeinsam für Simpels Dableiben.

Die Erzählweise im Buch ist einfach und passt damit sehr gut zu Simpels Denkweise. Teilweise muss man schmunzeln und einige Stellen sind sehr traurig.

Ich finde, dass das Buch „Simpel“ ein Buch voller Liebe ist und sich für Mädchen und Jungen gleichermassen eignet.  Wer Simpel liest, sieht andere Menschen und ihre Besonderheiten in neuer Weise und hinterfragt sein eigenes Handeln umso mehr.

 

Hier durften wir ein Blatt mit Zitaten illustrieren
Hier durften wir ein Blatt mit Zitaten illustrieren
Am Ende mussten wir unsere Arbeit selbst einschätzen. Das ist immer irgendwie schwierig.
Am Ende mussten wir unsere Arbeit selbst einschätzen. Das ist immer irgendwie schwierig.
4 Responses to "Leserolle für „Simpel“ von Marie-Aude Murail"
    • Dankeschön! Freut mich, dass meine Leserolle dir gefällt, aber leider kann ich mich nicht mehr daran erinnern, wie die genauen Aufgaben waren. Das ist inzwischen über drei Jahre her (da war ich, glaube ich, in der 8. Klasse) und mein fertiges Werk befindet sich inzwischen im Besitz meiner Lehrerin. Sorry… 🙁
      Liebe Grüße,
      Charli

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