Aber die Kürbisse waren lustig!

Meine Halloween Geschichte und Apfel-Zimt-Muffins

Also, ihr werdet nicht glauben, was mir und meiner Freundin gestern passiert ist, eine echt verrückte Halloween Geschichte. Ich hatte euch ja gestern berichtet, dass ich mit meiner Freundin den Halloweenabend verbringen werde und so war es dann natürlich auch.

Ich bin am späten Nachmittag bei ihr angekommen und wir haben uns dann gleich in der Küche um unsere Hefeteigrosen gekümmert. Wir hatten uns nämlich vorgenommen, irgendetwas unkompliziertes zu backen.

Auch zu Halloween darf es ein bisschen schick sein, oder?
Rosenmuffins?
Keine Halloween Geschichte funktioniert ohne Deko, oder?
Gruselige Halloween-Deko gab es natürlich auch.

Jede gute Halloween Geschichte braucht ein paar Apfel-Zimt-Muffins

Dazu haben wir Fertigblechteig ausgerollt und in Streifen geschnitten und diese haben wir dann dünn mit Butter bestrichen. Dann haben wir ganz dünne Apfelscheiben mit der Schale nach oben in der Mitte auf die Streifen gelegt und sie mit Zucker und Zimt bestreut.

Ich mag diese schnellen Backsachen.
Wirklich sehr einfach, so ein bisschen wie Zimtröllchen

Danach wurden die Streifen so zugeklappt, dass oben noch die Rundungen der Äpfel rausgucken und wir haben den Streifen aufgerollt. Die Teigröschen passten genau in eine Muffinform und wurden dann gebacken.

Seit nicht so streng mit mir. ;)
Sieht schon ein bisschen wie eine Rose aus… Mit etwas Fantasie und gutem Willen…
Naja, die anderen habe ich natürlich noch gefüllt.
Ab in den Ofen damit…
Toffee Apple Tee aus London
Zwischendurch gab es leckeren Tee, mit frischen Augen gesüsst…

Damit unsere Teigteilchen ein bisschen Halloweenflair verströmen, haben wir sie noch mit dunkellila Zuckerguss bekleckert. Jedenfalls waren sie megaköstlich und konnten sich sehen lassen.

Hmm...
Dunkellila Zuckerguss. Jetzt kann Halloween kommen!
Ich denke, die gibt es hier noch sehr oft.
Sahen gut aus und waren köstlich, ist also auch etwas für die gruselfreie Zeit.

Während wir dann unsere leckeren Röschen gegessen haben, bekamen wir beide aber doch irgendwie Lust, eine kleine Runde um die Häuser zu ziehen. „Meinst du, wir kriegen überhaupt noch was, wenn wir bei den ganzen Omas und Opas klingeln? Schließlich sind wir schon fast vierzehn! Außerdem, haben wir überhaupt was zum Verkleiden?“, fragte ich.

„Meine Mama hat oben so einen Koffer, voll mit Verkleidungszeug. Wollen wir da mal reinschauen?“, sagte meine Freundin.

Ich weiss ja nicht wie es euch geht, aber ich liebe Verkleidungskisten, da entdeckt man die wunderbarsten Teile. Wir haben auch einige solcher Kisten bei uns auf dem Dachboden und ich bin jedes mal überrascht, was man da alles so wiederfindet.

Also war ich natürlich sofort begeistert. Ist klar, oder?

Wir haben einige wirklich coole Klamotten gefunden und uns am Schluss einfach für die Variante „Prinzessin aus der Unterwelt“ entschieden. Dazu haben wir beide schwarze Kleider angezogen und noch ein paar graue Stoffteile umgehängt, damit wir etwas düster aussahen. Unsere Haare trugen wir offen und etwas zerzaust, das wirkte natürlich gleich noch etwas unterweltlicher.

Also, wir fanden uns fantastisch. Zwei Unterwelt-Prinzessinnen, die zum Süßigkeiten sammeln auf die Erde gekommen sind. Süssigkeiten haben die dort sicher nicht, oder? Das wird eine coole Halloween Geschichte.

Hier bin ich noch etwas kleiner und eigentlich war es eine Einladung zu meiner verrückten Geburtstagsfeier.
Das Bild ist zwar nicht von gestern Abend, aber Prinzessin aus der Unterwelt passt hier sicher auch. Zum Rumlaufen an Halloween wäre der Rock vielleicht etwas unpraktisch!

Irgendwie gefiel uns die Idee mit dem Herumlaufen jetzt immer besser. Inzwischen war die Zeit voran geschritten und es war bereits 20.00 Uhr. Wir mussten uns jetzt beeilen, wenn wir wirklich noch etwas bekommen wollten. Die kleineren Kinder waren ja schon seit 18.00 Uhr und früher unterwegs, da mussten wir jetzt aber los.

Wir machten uns auf den Weg in die kleine Siedlung neben an.

Auf den Strassen sahen wir noch ein paar kleine Kinder mit ihren Eltern an den Türen klingeln, aber auch ziemlich viele Jugendliche rannten alleine durch die Straße. Einige waren sicherlich so alt wie wir, manche vielleicht auch älter.

Unser erstes Haus gehörte einem netten Opa, der uns gleich herzlich begrüßte und anfing zu schmunzeln, als wir unseren Spruch aufsagten. Er schmiss jedem eine ganze Hand voll Süßigkeiten in die Prinzessinnen-Handtasche. Dann gingen wir weiter. Es machte echt Spass!

Wir schlenderten von Haus zu Haus und unsere Handtaschen füllten sich immer mehr. Die meisten Leute, bei denen wir klingelten waren nett, manche hatten leider nichts mehr und andere wiederum machten gar nicht erst auf. Aber so ist es ja wohl jedes Jahr.

Inzwischen haben bei uns einige keine Lust mehr auf Halloween, weil es in den vergangenen Jahren immer wieder unschöne Zwischenfälle gab. Auch bei uns zu Hause hatten vor zwei Jahren ein paar Idioten unseren riesigen Kürbis zertreten. Aber mein Papi hat ihn mit dem Akkuschrauber wieder hergerichtet und er sah hinterher noch cooler aus. Ein Steampunk-Kürbis sozusagen.

Ja, Idioten gibt es halt überall und manchmal regieren sie eben doch die Welt und schaffen es, dass so etwas wie Halloween in Verruf gerät.

Auch die Sache mit den beschmierten Türklinken hat mir persönlich nie gefallen.

Ich habe immer aus Wallnüssen und Taschentüchern kleine Geister gebastelt und diese bei den Leuten, die nicht geöffnet haben, an die Türklinke gehängt. Das fand ich einfach freundlicher. Auf dem Geisterumhang stand dann immer, dass ich nächstes Jahr wiederkommen werde. Ich denke, darüber wird sich niemand geärgert haben, oder?

Aber nun zurück zu meiner Halloween Geschichte

Als wir plötzlich am Ende einer schmalen Straße ankamen, wollte ich eigentlich umkehren und in einer anderen Richtung weiterlaufen, aber meiner Freundin gefiel diese gruselige Stimmung irgendwie und sie hatte auch ein Licht ganz hinten in einem alten Haus entdeckt. Es war aber eher so etwas wie Kerzenschein. Keine richtige Lampe.

Naja, ihr kennt mich. Ich wollte da nicht lang, aber was tut man nicht alles, damit die Freundin ihren Spass hat. Ich erkundete erstmal die zwei Säulen, in denen sich das Tor befand und suchte nach einer Klingel. Als ich sie gefunden hatte, drückte ich vorsichtig darauf. Ein Namensschild gab es natürlich auch nicht. So langsam kam ich mir vor wie in einem dieser Halloween-Gruselfilme.

Das Klingeln hörte man übermäßig laut, sogar noch draußen. Aber in dem Haus rührte sich absolut nichts.

„Ich glaube, hier wohnt keiner.“, sagte ich und wollte schon gehen.

„Hey, hier hat doch der ältere Herr gewohnt, der mit den leckeren Karamellbonbons, weisst du noch?“, erinnerte sich meine Freundin. „Ich glaube der ist gestorben.“ sagte sie noch ganz nachdenklich.

„Na, dann Zeit zu gehen, oder?“, gab ich leicht schnippisch zur Antwort.

Plötzlich hörten wir ein knarrendes, quietschendes Geräusch und die Haustür flog auf.

Drinnen leuchteten einige Kerzen und was war das? Stand da jetzt jemand auf der Treppe? Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie schnell ich meine Tasche mit meiner Halloweenbeute fallen lassen habe und gerannt bin. Als ginge es um mein Leben. Ging es doch auch. Das war ein Geisterhaus! Ich hatte wahnsinnige Angst.

Erst auf halber Strecke merkte ich, dass meine Freundin gar nicht dabei war. Ich blickte mich um, aber die Strasse war menschenleer.

Was sollte ich jetzt tun? Zurücklaufen? Niemals! Aber was ist, wenn ihr etwas passiert ist? Meine Güte!

Das war eine bescheuerte Idee an diesem Gruselhaus zu klingeln, aber warum hat sie auch nicht auf mich gehört. Mist, ich muss ihr helfen. Also packte ich meinen ganzen Mut zusammen und lief schnell zurück in die dunkle Strasse.

Als ich dort einbog, sah ich plötzlich ein hell erleuchtetes Haus.

Das ganze Haus des alten Mannes leuchtete jetzt. Was war hier los? War das schon die Polizei? Ich wollte gar nicht weiter darüber nachdenken, warum vielleicht die Polizei da sein könnte. Da hörte ich lautes Lachen. Lachen? Das wurde ja immer merkwürdiger.

Und plötzlich hörte ich sie. Meine Freundin rief laut meinen Namen. Ich rannte so schnell ich konnte um ihr zu helfen.

„Mensch, Charli wo warst du denn? Wir haben dich schon überall gesucht. Bist du abgehauen, oder was?“

„He, was heisst hier wir, wer ist denn wir und wieso kicherst du denn so komisch?“ Während ich fragte, fielen mir dann plötzlich die vielen anderen auf, alles Kids in unserem Alter. Wo kamen die denn jetzt alle her?

Da erklärte mir dann meine Freundin, dass der eine der Sohn vom neuen Hausbesitzer ist und er hier mit seinen Freunden eine Halloween-Party feiert. Ja, und als sie uns gesehen haben, mussten sie uns einfach erschrecken.

War doch voll lustig, oder?

Ja, voll lustig, ich bin jetzt noch ganz erschöpft vom Lachen. Ha. Ha…

„Ich hatte Todesangst, ihr Idioten!“, schrie ich, kam mir aber schon ein wenig doof vor.

Die haben sich also kräftig über mich amüsiert und wenn das hier ein Jugendbuch wäre, hätte ich mich natürlich auf der Stelle in den Jungen verknallt und am Montag wäre er als neuer Schüler an unserer Schule. Ja, aber es war kein Jugendbuch. Es war meine Halloween Geschichte!

Believe it, or not?

Habe ich euch eigentlich schon erzählt, dass ich mir gern Geschichten ausdenke…? Manchmal ist es auch eine Halloween Geschichte. 😉

Halloween in London ist sicher auch cool.
Das hier war noch in London
Bemalte Kürbisse für die ganz Faulen gibt es ja auch schon bei uns, oder?
Nächstes Mal spielt meine Halloween Geschichte dann vielleicht in London.
Was er wohl von meiner Halloween Geschichte halten würde?
Der Mann dort fand mich wohl auch spooky
Und die Halloween Geschichte? Habt ihr euch amüsiert? Oder ganz und gar gegruselt?
Aber die Kürbisse waren lustig!
2 Responses to "Meine Halloween Geschichte und Apfel-Zimt-Muffins"
    • Und habt ihr noch reichlich Beute ergattert? Meine Geschichte war natürlich erfunden, ich würde niemals alleine durch eine dunkle Straße gehen. Meine Eltern würden es mir auch nie erlauben. ;D Aber ich wollte es etwas spannend machen 🙂

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