Hier verbringe ich eine Menge Zeit.

Tipps und Tricks für stressige Schulsituationen

„Guten Morgen, liebe Klasse Soundso.“ „Guuuuuteeeeen Mooooorgeeeen, Frau Blablabla.“ „Bitte setzt euch.“ *lautes Stuhlgerücke*

Na, kommt euch das bekannt vor? Vielleicht von heute Morgen? Ja, klar! Die Schule begleitet uns Teenies doch fast jeden Tag und ist zur Zeit ziemlich wichtig für uns. Und wer von euch kennt es nicht das langgezogene, verschlafene Begrüßen in der ersten Stunde. Voller Motivation und Elan. Ha, ha…

Und weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass jeder irgendwann mal (oder immer) ein bisschen Motivation für die nächste Klassenarbeit oder Klausur braucht, habe ich mir gedacht, ich berichte euch heute mal ein bisschen von meinen Lerngewohnheiten und was mir bei Schularbeiten hilft.

1. Ordnung

Ich persönlich mag es nicht sonderlich, in einem völlig verkramten Zimmer und an einem „vermüllten“ Schreibtisch zu lernen. Bei mir sorgt solche Unordnung auch für Chaos in meinem Kopf und dann schwirrt da eine Wahrscheinlichkeitsformel, dort die lateinische e-Deklination und gleich daneben die Industriegebiete Südafrikas herum. Nicht gerade vorteilhaft für das Lernen.

An einem aufgeräumten Schreibtisch lernt es sich einfach besser!
An einem aufgeräumten Schreibtisch lernt es sich einfach besser!

Deshalb nehme ich mir vor dem Lernen immer kurz Zeit meine Schulbücher in das Regal zu schieben, die Kissen aufs Bett zu legen und mir meine Materialien zurecht zu legen. Das sorgt eben gleichzeitig auch für Ordnung im Kopf!
Wenn ich richtig viel Glück habe, macht dies manchmal auch meine Mami. Also, das ist dann erstmal richtig motivierend. Klappt aber nicht immer. Egal, wir können das auch und ab und zu findet sich dann beim Schreibtischsortieren auch mal eine lang gesuchte Aufzeichnung wieder. Oder ein alter Liebesbrief aus der Grundschule…

2. Versorgung

Für mich lernt es sich immer am besten mit einer Tasse Tee neben mir. Oder Kakao. Oder eben was anderes zum Schlürfen. Was Leckeres natürlich. Würde meine Mama mit einem Erkältungstee ankommen (den ich… nun ja, nicht sonderlich mag) während ich für eine Klassenarbeit lerne, wäre mein Elan und die Motivation, die ich mir ein bisschen durch das „entrümpeln“ angereichert habe, schnell dahin.

Selbst gebackene Nervennahrung, ein bisschen Obst dazu und ein Teechen.
Selbst gebackene Nervennahrung, ein bisschen Obst dazu und ein Teechen.

Also liebe Mamis da draußen, von Kindern, die diesen furchtbar gesunden Tee genauso ungern trinken wie ich: „Finger weg vom Erkältungstee für lernende Teens! Erkältungstee gibt es erst, wenn die Note schlechter als Drei war. Als Bestrafung sozusagen. Oder bei Erkältung…“

3. Einteilung

Würde man den ganzen Tag vor seinem Hefter oder Buch sitzen, hättet ihr auch nicht viel gekonnt. Jedenfalls ist das bei mir so: Ich brauche ein paar Pausen dazwischen, denn ich bekomme den Lernstoff nicht in meinen Kopf, wenn ich hintereinander weg lerne. Das Gelernte muss sich erstmal setzen, nein nicht hinsetzen… Festsetzen meine ich und dazu braucht man (ich) kurze Pausen.

Also teile ich mir das zu Lernende in mehrere Etappen ein, die ich jeweils 1 bis 1,5 Stunden lerne. Dazwischen mache ich ungefähr 10 bis 20 Minuten Pause, gehe zum Beispiel an die frische Luft. Denn das schafft bei mir im Kopf wieder Platz für noch mehr Lernstoff.
Im Sommer lerne ich zum Beispiel gern in unserem Garten, oder auf dem Balkon. Dann nicht mit heissem Tee oder Kakao, sondern einer schönen kalten Limo, aber ohne viel Zucker natürlich. Das verklebt das Gehirn.

Kurz mal auf einen Sprung ins Grüne macht den Kopf frei!
Kurz mal auf einen Sprung ins Grüne macht den Kopf frei!

Zwischendurch könnt ihr euch auch mal mit einem kleinen Snack oder so belohnen, damit ihr auch ein bisschen Ansporn habt. Aber auch hier gilt, nicht zu üppig. Wenn ich nämlich so richtig vollgefuttert bin, werde ich müde und das verträgt sich gar nicht gut mit dem Lernen.

Wer Freude am Joggen hat, dem tut ein Lauf zwischendurch sicher gut... habe ich zumindest gehört ;)
Wer Freude am Joggen hat, dem tut ein Lauf zwischendurch sicher gut… habe ich zumindest gehört 😉

Und so mache ich weiter, bis ich denke, dass ich den Stoff verinnerlicht habe.

4. Überprüfen des Wissensstands

Damit ihr auch wisst, ob ihr alles gut wisst und was ihr noch lernen solltet, überprüft vor dem Schlafengehen nochmal euren Wissensstand. Mein Papa fragt mich dann immer ab. Ihr könnt auch Geschwister oder Freunde fragen, das ist völlig egal. Aber es ist wirklich praktisch, wenn man nochmal sieht, ob man alles weiß, oder ob man sich noch vor den Hefter setzen sollte. Angeblich hilft wohl auch das „auf dem Hefter“ schlafen. Habe ich noch nicht ausprobiert, aber wenn man kurz vorm Einschlafen sich das Gelernte noch einmal anschaut, bleibt es besser im Kopf. Das kann ich wirklich bestätigen.
Es bringt natürlich nichts, wenn man bis spät in die Nacht noch in die Bücher schaut, oder über ihnen einschläft, es ist nur eine Art Festigung des Lernstoffes.

Manchmal hat man aber auch einfach nur Schrott im Kopf!
Manchmal hat man aber auch einfach nur Schrott im Kopf!

Außerdem gibt das Abfragen ein sicheres Gefühl und man geht ein bisschen entspannter in den Unterricht.

5. Während der Arbeit/des Tests

Jeder war sicher schonmal in so einer Situation: Du sitzt vor dem Test und da ist eine bestimmte Aufgabe, die du so gar nicht verstehst. Und du bist schon kurz vor dem aufgeben… HALT! Stopp! Nicht aufgeben! Nicht verzweifeln! Geh ganz lässig heran.
Anstatt darüber nachzudenken, wie blöd das doch ist, dass ausgerechnet das drankommt, was du nicht gelernt hast, denke doch lieber über die Antwort der Aufgabe nach. Verschwende deine kostbare Zeit nicht mit sinnlosen Grübeleien über den Lehrer oder anderes, sondern denk nach, ob es dir nicht vielleicht doch einfällt.

Fällt dir in dem Moment so absolut gar nichts ein, mach erstmal mit den nächsten Aufgaben weiter und heb dir diese zum Schluss aus. Vergiss sie einfach erstmal und konzentriere dich auf die anderen Aufgaben.

Manchmal bekommt man die nötige Eingebung noch und hat dann die richtige Antwort parat. Sich Stress machen, hilft niemals.

Versucht einfach, den Rest um euch herum auszublenden. Das kann man üben - ich mache das immer im Restaurant, wenn ich Tagebuch schreibe.
Versucht einfach, den Rest um euch herum auszublenden. Das kann man üben – ich mache das immer im Restaurant, wenn ich Tagebuch schreibe.

Lasst euch außerdem auch nicht von den Zeitansagen der Lehrer durcheinander bringen, sowas wie „Ihr habt noch 10 Minuten“ zum Beispiel. Das kann einen manchmal völlig aus der Fassung bringen und aus den Gedanken reißen, die man gerade hatte. Dann ist die Lösung plötzlich weg. Hm, toll.

Versucht einfach die Lehrer vorne auszublenden, alle Geräusche. Konzentriert euch voll und ganz auf das Blatt Papier vor euch. Es sind nur du und das Blatt im Zimmer. Also stell dir das zumindest vor. Kein Lehrer! (Ausser du hast eine Frage.) Keine Klasse. Nur der Raum, der Test und du.

Und auf gar keinen Fall denke jetzt schon darüber nach, was passiert, wenn du den Test verhaust. Darüber kannst du dir später Gedanken machen, das hilft jetzt keinem.

6. Nach dem Test/der Arbeit

Falls eine Arbeit auch mal schlecht ausfällt, seid nicht gleich betrübt. Sagt euch immer: „Beim nächsten Mal schaffe ich das besser!“ Seid optimistisch! Ein verhauener Test heißt nicht gleich Weltuntergang, oder? Passiert jedem mal! Beim nächsten Mal wird sich einfach besser drauf vorbereitet! 🙂

"Don't forget to be awesome!" - auch wenn der Test mal nicht so gut ausgefallen ist.
„Don’t forget to be awesome!“ – auch wenn der Test mal nicht so gut ausgefallen ist.

Klärt das auch mit euren Eltern. Es gibt leider auch Eltern, die ihren Kindern wegen schlechter Noten Vorwürfe machen oder Strafen androhen. Motivation ist besser. Natürlich müsst ihr euch bemühen, wenn ihr einfach nur faul seid, könnt ihr auch nicht auf Verständnis hoffen.

Vielleicht habt ihr auch eine Idee, wie ihr euch selbst motivieren könnt. Manchmal helfen auch alternative Lernmethoden, z.B. gibt es bei YouTube auch zu den verschiedensten Themen coole Videos. Keiner kommt superschlau auf die Welt und man kann wirklich nicht immer alles wissen. Aber manche Dinge kann man sich viel besser merken, wenn man vielleicht ein gutes Buch gelesen oder einen coolen Film zum Thema gesehen hat.
Christian Spannagel von der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg hat zum Beispiel super coole Methoden entwickelt, um den Mathe-Unterricht interessanter zu gestalten (ein paar davon findet Ihr hier http://testkapitel.mathemooc.de).

Wir haben zu Hause auch immer sehr viel Spass, wenn ich einen Vortrag vorbereite. Den trage ich dann nämlich meinen Eltern vor und sie benehmen sich immer ein bisschen wie Schüler. Da fällt dann mal ein Stift runter, oder sie tuscheln, genau wie im richtigen Unterricht. Da bin ich dann bestens vorbereitet, selbst wenn die halbe Klasse plötzlich auf die Toilette müsste. Ist zum Glück noch nie passierte, aber wer weiss…

So, das waren erstmal meine wichtigsten Tipps für euch. Wie gesagt, immer ruhig bleiben, keine Hektik. Keep calm! Du schaffst das. Selbst wenn du einen unangekündigten Test schreibst und du hast nicht gelernt, bleib ganz ruhig und versuche dich an die letzten Stunden zu erinnern. Ein bisschen bleibt doch immer hängen. Ach so, da habe ich gleich noch einen Tipp: Passt einfach während der Stunde gut auf, dann müsst ihr zu Hause nicht soviel nachholen. Hängt nicht einfach nur rum, sondern konzentriert euch. Das ist schon die halbe Arbeit.

Und wenn man in der Schule ist, kann man ja auch aufpassen, oder?
Und wenn man in der Schule ist, kann man ja auch aufpassen, oder?

Ich hoffe, ich konnte euch hier ein paar gute Tipps für den Schulalltag geben. Vielleicht werde ich hier auch mal öfter ein paar Lern – Tipps an euch weitergeben. Und wenn ihr noch ein paar tolle Ideen habt, dann immer her damit! Wir können uns ja gegenseitig motivieren, stimmt’s?

Also, her mit den Kommentaren! Ich brauche ja schliesslich auch ab und zu auch Motivation.

2 Responses to "Tipps und Tricks für stressige Schulsituationen"

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