Wir sollten aber das ganze Jahr sensibel auf unsere Mitmenschen reagieren.

Welt-Mädchentag, oder das sollte uns allen wichtig sein!

Wusstet ihr eigentlich, dass am 11.10. Welt-Mädchentag war? Mir war bisher gar nicht bekannt, dass es den überhaupt gibt und was er bedeutet. Wieso Welt-Mädchentag?

Bekommen wir Girls da Geschenke, oder werden besonderes verwöhnt?

Nein, der „International Day of the Girl Child“ ist aus einem sehr traurigem Anlass entstanden. An diesem Tag wollen die Vereinten Nationen auf die weltweit verbreitete Benachteiligung von Mädchen hinweisen.

Ich habe mich mit diesem Thema bisher auch nicht besonders beschäftigt, da es bei uns weder in der Schule noch sonst irgendwo angesprochen wurde. Wenn es bei uns um Benachteiligung von Frauen geht, sind da ja eher Gehälter und bestimmte Position das Thema. Bei uns Mädchen spielt das noch nicht so eine grosse Rolle.

Denn eigentlich steht uns doch die Welt offen, oder? Dachte ich auch.

Aber dann sind mir diese grossen Plakate aufgefallen. Eins davon hängt direkt an der Ampel, an der wir jeden Morgen auf unserem Weg zur Schule anhalten.

Es hat mich zum Nachdenken gebracht
Dieses Plakat hat mir den Welt-Mädchentag ins Bewusstsein gerückt.

Die Plakate zum Welt-Mädchentag

Mir sind die Plan International Plakate eigentlich nur aufgefallen, weil ich mich gefragt habe, wieso dort nur das Wort „Gewalt“ durchgestrichen und das „gegen Mädchen“ so präsent stehen gelassen wurde. Aber so soll es wohl auch sein, denn „gegen Mädchen“ zu sein ist in einigen Ländern absolut normal.

Mädchen sind in einigen Ländern nichts wert, sie geniessen keine richtige Schulbildung, sie werden noch minderjährig verheiratet, bekommen schon als junges Mädchen Kinder und haben so gut wie gar keine Rechte.

Der Welt-Mädchentag soll uns daran erinnern.
Etwas gegen Gewalt gegen Mädchen zu machen ist also eine wichtige Sache. Sie geht uns alle an, nicht nur uns Mädchen.

Wenn ich also nicht jeden Morgen in das traurige Gesicht des kleinen Mädchens geschaut hätte und dieses „gegen Mädchen“ nicht so gross da gestanden hätte, hätte ich mir vielleicht nie diese Gedanken gemacht.

Als ich dann auch noch in der Zeitschrift „Jolie“ einen Artikel zum Thema gelesen habe, war ich entsetzt.

Wir hier in unserem Land machen uns viel zu wenig Gedanken darüber, was da draussen in der Welt alles nicht in Ordnung ist. Klar, wir haben auch alle unsere kleinen Sorgen und manche von uns haben vielleicht auch schon sehr grosse. Aber ich behaupte mal, dass keines unserer Probleme so schwer wiegt, wie das der Mädchen in den Entwicklungsländern.

Wir vergessen nur leider viel zu schnell, dass es nicht überall so ist und es keine Selbstverständlichkeit ist.
Wenn man sich näher damit beschäftigt, wird einem klar wie gut es uns hier eigentlich geht.

Ich war so schockiert, als ich den Artikel gelesen habe. Die Mädchen sind jünger als ich und müssen Männer heiraten, die doppelt so alt sind wie sie. Sie bekommen Babys und sind selbst noch nicht erwachsen. Viele von ihnen sterben, weil ihre Körper noch gar nicht bereit sind, Kinder zu empfangen.

All ihre Träume werden nie in Erfüllung gehen, denn an eine Ausbildung ist mit Baby natürlich nicht mehr zu denken.

Und oft kümmern sich die Ehemänner bzw. Familien dann auch nicht mehr um sie und setzen die Mädchen mit den Babys auf die Strasse.

Dort sind sie dann wieder der Gewalt ausgesetzt, oder müssen schlimme Dinge tun, damit sie Geld verdienen. Ein furchtbarer Kreislauf der endlich durchbrochen werden muss.

Plan International hat schon 2012 eine weltweite Kampagne gestartet und setzt mit pink beleuchtete Gebäuden jedes Jahr am 11.10. weltweit Signale.

Eine tolle Aktion finde ich, denn so bleibt diese Gewalt nicht im Verborgenen. Was ich aus all den Berichten entnommen habe, ist das Bildung für all die Mädchen das Allerwichtigste ist.

Aber auch in den Schulen oder auf dem Weg dorthin werden die Mädchen misshandelt und schikaniert. Die Menschen dort kennen es nicht anders und finden es offensichtlich ganz normal.

Doch es gibt Mädchen und junge Frauen, die sich wehren und etwas verändern wollen. Sie setzen ihr Leben aufs Spiel, damit die Welt hinsieht.

Vielleicht habt ihr auch schon von Malala Yousafzai gehört, sie hat 2014 den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz erhalten und ist damit die jüngste Preisträgerin überhaupt. Sie selbst hat Schlimmes erlebt und möchte dass es allen Mädchen in den Entwicklungsländern möglich ist, zu lernen und ohne Angst zu leben.

Auf jeden Fall, denke ich jetzt jeden Morgen auf dem Weg zur Schule, wenn ich wieder muffelig im Auto sitze und nicht wirklich Lust auf die Schule verspüre, an die Mädchen in Tansania, Pakistan, Nigeria und all diesen Ländern, wie gern die wohl jetzt mit mir tauschen würden.

Also, Mädels lasst uns ranklotzen und nicht faul sein, denn: Bildung ändert eben alles! Wir müssen hier nicht mehr um unser Recht auf Bildung kämpfen, sondern sollten Wert auf guten Unterricht legen und darauf, dass wir etwas lernen.

Abhängen können wir doch lieber woanders und nicht im Klassenzimmer. Was meint ihr, kriegen wir das hin?

2 Responses to "Welt-Mädchentag, oder das sollte uns allen wichtig sein!"

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