"Lilienfeuer" von Alexandra Monir

„Lilienfeuer“ von Alexandra Monir & Reiseerinnerungen

Nach dem tragischen Unfalltod ihrer Eltern soll Imogen von New York nach Großbritannien ziehen und dort auf dem Familienanwesen leben. Sie wird die neue Herrin und Herzogin von Rockford Manor sein. Aber natürlich gibt es ein lang gehütetes Geheimnis.

So ungefähr war die Ankündigung des Buches von Alexandra Monir (ins Deutsche übersetzt von Michaela Link) und wer mich kennt, weiß dass all dies genau meinen Geschmack trifft. Englischer Landsitz, rätselhafte Todesfälle und mystische Geheimnisse, das „Lilienfeuer“ hatte mich erwischt und ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. Auch die Covergestaltung gefiel mir, so ein richtiges Mädchending eben. Ihr wisst was ich meine. Und Anfang September  war es dann soweit, ich hielt mein Exemplar vom cbj Verlag in den Händen und begann sofort zu lesen.

"Lilienfeuer" von Alexandra Monir
„Lilienfeuer“ von Alexandra Monir

Den ersten Teil des Buches empfand ich persönlich viel zu lang und da die Handlung sich ausschließlich mit Imogens Leben in New York beschäftigt, fehlte mir die mystische Komponente. Erst als Imogen wieder Kontakt zu ihrer englischen Vergangenheit aufnimmt und den Weg nach Europa antritt, wird es etwas geheimnisvoller.

Während des Lesens kamen mir immer wieder Dinge sehr bekannt vor und ich stellte fest, dass mich vieles an „Rebecca“ von Daphne du Maurier erinnerte. Ich war im vergangenen Herbst mit meinen Eltern in Cornwall und da hat meine Mama mir sehr viel von der englischen Autorin erzählt. Außerdem haben wir uns auch die Alfred Hitchcock Verfilmung angesehen und so erschien mir doch einiges ähnlich.

Ja, und was soll ich sagen: Am Ende von „Lilienfeuer“, also in der „Anmerkung der Autorin“, berichtet Alexandra Monir auch von ihrer großen Begeisterung für Daphne du Maurier’s Werke und ganz besonders ihre Liebe zu „Rebecca“. Auch die Verfilmumg von Hitchcock hat sie zu ihrem Roman inspiriert.

Da lag ich also gar nicht falsch.

 Schaurig schön, oder? Dieses Bild entstand in Fowey, dem Wohnort Daphne du Mauriers
Schaurig schön, oder? Dieses Bild entstand in Fowey, dem Wohnort von Daphne du Maurier

Die Idee hinter „Lilienfeuer“ hat mir gefallen, ich fand allerdings einige Teile des Romans nicht wirklich spannend und die meisten Ereignisse waren vorhersehbar. Die Wendung am Schluss hat mir aber sehr gut gefallen und ich denke, wer etwas mehr auf Romantik steht, wird das Buch sicher lieben.

Vielleicht hätte ich „Lilienfeuer“ von Alexandra Monir bei einem Englandaufenthalt lesen sollen, dann wäre ich vielleicht leichter in diese romantisch mystische Stimmung verfallen. Die Autorin Alexandra Monir hat für dieses Buch auch eine Reise nach England unternommen und sich von ihrer Mutter begleiten lassen, was mich natürlich sofort an die vielen Touren mit meinen Eltern erinnerte.

Hier im Augill Castle hätte „Lilienfeuer“ auch gut spielen können
Hier im Augill Castle hätte „Lilienfeuer“ auch gut spielen können
Und der Salon ist einer Herzogin auch würdig, oder? Wir haben hier immer lecker gefrühstückt!
Und der Salon ist einer Herzogin auch würdig, oder? Wir haben hier immer lecker gefrühstückt!

Also, ich denke wenn man sich auf die Geschichte einlässt und ein Buch lesen möchte, bei dem man einfach entspannt und nicht viel nachdenken möchte, ist es das Richtige. Für meine männlichen Leser ist es wohl nicht so geeignet und obwohl die Protagonistin Imogen schon sechzehn Jahre alt ist, kann dieses Buch auch schon von 11-12 jährigen gelesen werden. Den größeren Mädels ist die Geschichte vielleicht an manchen Stellen zu einfach.

Die amerikanische Autorin Alexandra Monir hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, aber „Lilienfeuer“ ist ihr erstes Jugendbuch und sie schreibt wohl bereits am nächsten Roman. Ob es ein  Jugendbuch ist? Wir werden sehen. Ansonsten lebt Frau Monir im wunderschönen Californien und macht auch noch Musik.

In diesem Schloss in Frankreich wäre „Lilienfeuer“ wohl auch passend
In diesem Schloss in Frankreich wäre „Lilienfeuer“ wohl auch passend
Wir haben es uns einfach als Zeichnung mitgenommen
Wir haben es uns einfach als Zeichnung mitgenommen

Wer das Buch jetzt gleich lesen und sich selbst ein Urteil bilden möchte, kann es z.B. hier bei amazon.de bestellen:

P.S. Im ersten Teil wird Imogen in die Bäckerei Magnolie eingeladen. Ich denke dabei handelt es sich doch sicher um die Mangnolia Bakery. Ihr erinnert euch sicher

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