Mein Girls‘ Day 2017 – Für Girls mit Beat

Vom Girls‘ Day 2017 oder überhaupt vom Zukunftstag haben die Schüler unter euch sicher schon gehört, oder gar mitgemacht. Und auch ich habe bereits das ein oder andere Mal hier über diesen Tag berichtet. Beim Girls‘ Day geht es darum, dass wir Mädchen mal in eher mädchen-untypische Berufe reinschnuppern können. In Berufsfelder wie Politik, Technik oder ähnliches, Tätigkeiten bei denen eher Männer arbeiten, als Frauen. Vor zwei Jahren war ich in der Politik unterwegs und besuchte BÜNDNIS 90/Die Grünen und letztes Jahr war ich in der Automobilbranche, bei Mercedes-Benz, tätig. Umgekehrt gibt es das natürlich auch für Jungs, das nennt sich dann Boys‘ Day. Logisch, oder?

Der Girls‘ Day 2017  verschlug mich in die Elektrotechnik. Ich bin ja ein ganz großer Musik-Fan und probiere zusammen mit meinem Papa alles mögliche Musikalische. Deshalb entschied ich mich für einen Platz an unserer lokalen Hochschule, bei dem es um das Erzeugen elektronischer Töne ging.

Für Girls mit Beat – lautete das Thema meines Girls‘ Day 2017.

Da fühlte ich mich natürlich angesprochen und meldete mich sofort an. Und an dieser Stelle muss ich mich nochmal bei Livia bedanken. Ohne ihren Post zum Thema Girls‘ Day 2017, hätte ich den diesjährigen Zukunftstag wahrscheinlich total vergessen.

Und was man mit Elektrotechnik alles anstellen kann. Musik zum Beispiel!
Mein Girls‘ Day 2017 Thema: Elektrotechnik

 

...und man fragte uns später: Ach, ihr wart die, die solchen Lärm gemacht haben! Ne, Leute, das war Musik!
Im Haus 8 waren die „Girls mit Beat“…

Am Donnerstag, dem 27. April, war es dann soweit. Ich war etwas aufgeregt und neugierig, was mich so erwarten würde und wie die anderen „Girls mit Beat“ so sein würden. Denn in diesem Jahr war ich das allererste Mal allein zum Girls‘ Day angemeldet. Meine Freundinnen hatten andere Interessen und Plätze, aber ich wollte unbedingt ein Beat Girl sein! Und so war ich auch tatsächlich die Erste am Girls‘ Day Platz.

Ich wartete etwas nervös vor dem Raum, als mich ein netter Professor herein bat. Man merkte ihm an wie er sich auf die Mädels freut, da wurde ich gleich etwas lockerer. Auf unseren Plätzen standen Computer, verkabelte Patchblocks (Was das ist, erfahrt ihr später noch. Oder ihr wisst es vielleicht schon.) und Kopfhörer bereit. Vorne wirbelten zwei Männer an verschiedenen Geräten herum, bei denen es sich um Synthesizer und Co handelte. Denn darum sollte es ja gehen.

Nach und nach trudelten die anderen Mädchen ein und ein paar kannte ich sogar aus meiner Schule. Auch die anderen „Girls mit Beat“ sahen freundlich und nett aus.

Und dann konnte es auch schon losgehen.

Als erstes wurde der bevorstehende Tagesplan des Girls‘ Day 2017 geklärt und unsere Betreuer stellten sich vor. Der Professor musste jedoch wieder weg, zu einer Vorlesung. Er besuchte uns aber immer mal zwischendurch. Die anderen beiden Herren waren ein Student und ein Ingenieur. Sie begleiteten uns die ganze Zeit, als es um die elektronische Musik ging. Der Student hatte ganz viel professionelles und supercooles Equipment dabei: Seinen eigenen Synthesizer, ein Gerät zur Verdeutlichung der Schallwellen und ein echtes Seaboard. Und weil ich so begeistert von diesen ganzen Geräten war, habe ich irgendwie gar nicht auf seinen Namen geachtet. Sorry, das waren offensichtlich zu viele Eindrücke für einen musikbegeisterten Teenager wie mich.

Für Girls mit Beat - Ein Seaboard ist eine Art Klavier, ohne richtige Tasten, mit dem man echt coole Töne produzieren kann.
Kennt ihr Seaboards? Das hätte ich am liebsten mitgenommen. 😉

Als er uns demonstrierte, wie der Synthesizer funktionierte und damit allerhand faszinierende Töne produziert hatte, saßen wir alle begeistert an unseren Plätzen und wollten gleich selber zur Tat schreiten. Wir durften mit der Software „patchblocks“ und dem kleinen, gelben Patchblock vor uns arbeiten. Patchblocks sind kleine Synthesizer, mit denen man die auf dem Bildschirm programmierten Töne abspielen kann.

Süß,oder? Den habe ich beim Girls' Day 2017 kennengelernt. :P
Das ist ein Patchblock.

Die Software war schnell zu verstehen: Es gab verschiedene Module, die man miteinander verbinden konnte, um die Töne und ihre Patchblock-Steuerung zu bearbeiten. Teilweise sollten wir die vorgegebenen Systeme nachbauen, aber wir durften auch selbst kreativ werden. Man konnte  ausprobieren, was die verschiedenen Module bewirkten, verschiedene Wellenformen nutzen und Filter darüber legen. Kennt ihr zum Beispiel die Schallwellen-Unterscheidungen von Sinus-, Sägezahn- oder Pulswellen?

Ich war auf jeden Fall begeistert.

...mit einem programmierten Synthesizer-Sound.
Und das ist die Software…

Beim Programmieren unserer Synthesizer wagte man also immer mal einen verzweifelten Blick in die Runde, wenn man es nicht schaffte, den gewollten Ton zu produzieren. Und dabei grinsten wir Beat Girls uns dann auch gegenseitig an. So lernt man neue Freunde kennen. In der Pause setzten wir uns zusammen und unterhielten uns. Und wir verstanden uns sofort.

Also Leute, ich kann euch nur empfehlen, auch mal allein zum Girls‘ Day zu gehen. Dabei lernt ihr mit Sicherheit ein paar neue Freunde, außerhalb eures Dunstkreises, kennen. Allein dafür hat sich mein Girls‘ Day 2017 schon gelohnt. Natürlich könnt ihr auch mal Pech haben, ich hatte aber definitiv keins. Ausserdem, wie heißt es so schön?

„The world is full of nice people. If you can’t find one, be one.“

Naja, weiter im Tagesplan! Nach dem Erstellen unserer eigenen Synthesizer-Sounds bekamen wir noch eine Campus-Tour. Das Ganze fand schließlich an der Fachhochschule statt. Wir waren auch nicht die einzige Girls‘ Day 2017 Gruppe dort, also kamen auch noch einige andere Mädels hinzu. Und auch die Jungs vom Boys‘ Day ließen sich kurz blicken, bekamen aber eine extra Führung.

Da wir alle schon etwas hungrig waren, dauerte die Tour nicht sonderlich lange und endete direkt vor der Mensa. Wie praktisch! Von unseren Betreuern erhielten wir Essensmarken und durften dann eigenständig zum Essen marschieren. Wir hatten zwar alle die Wahl, was wir essen wollten, aber am Ende nahmen fast alle das Gleiche: Nudeln Bolognese. Typisch Teenager, oder? 😉

Wir hatten viel Zeit bis zum nächsten Punkt auf dem Tagesplan. Also ließen wir uns auch schön Zeit, um mal Studentenluft zu schnuppern. Irgendwie kam man sich aber etwas verloren vor, zwischen den ganzen Studenten. An der eigenen Schule zählt man sich vielleicht schon zu den Größeren, aber dort war man wirklich klein und jung.

Und als wir satt waren, ging es ab zum Hörsaalzentrum.

Dort wartete die Rektorin der Fachhochschule auf uns. Sie wollte uns erzählen, wie es ihr so als Frau in der Führungsposition ergeht. Wir durften natürlich auch einige Fragen stellen, aber die meiste Zeit erzählte sie uns von ihrer Arbeit, ihren Aufgaben und ihrer Familie. Naja, und wir trauten uns dann auch nicht so richtig. Ihr kennt das sicher. Diese Fragerunde fand natürlich in einem Hörsaal statt, sodass wir gleich einen Einblick in den „Hochschul-Lifestyle“ erhielten.

Prof. Dr. Anne Lequy erzählte uns von der Work-Life-Balance und dass wir immer schön fleißig und neugierig sein müssen, um im Leben unsere Ziele erreichen zu können. Egal, ob Mann oder Frau, denke ich.

Denn der Campus ist wirklich schön! Soviel Grün und schöne Bauten. Macht ganz sicher Spaß hier studieren zu dürfen. Nicht nur für Girls mit Beats.
Ein bisschen Werbung für unsere Hochschule hat die Rektorin natürlich auch gemacht. Mache ich jetzt auch mal…
Wir haben wohl auch einen der schönsten Campusse. :)
Studieren kann man hier im Grünen. Mit grüner Tasche…

Dann war der Girls‘ Day 2017 auch schon wieder vorbei…

Im Auto fragte ich meinen Papa sofort, ob wir auch so eine Synthesizer-Builder-Software hätten, und ich freute mich tierisch, als er dies bejahte. Also werde ich in nächster Zeit bestimmt so manchen Synthesizer bauen. Und von dem Seabord schwärme ich natürlich auch recht oft. Papa hatte mir schon vorher solche Instrumente gezeigt und war selber auch begeistert, dass unser Betreuer solch ein Teil besaß.

Bestimmt war der ein oder andere von euch auch beim Girls‘ Day 2017. In welchen Richtungen habt ihr euren Tag verbracht? Und wenn ihr ein schönes Selfie beim Girls‘ Day gemacht habt, könnt ihr auch noch bei dem Girls‘ Day Wettbewerb teilnehmen und eine Playstation und andere tolle Sachen gewinnen. Vor zwei Jahren habe ich dort mit meinem Blogpost ein Tablet gewonnen, vielleicht könnt ihr euch ja noch daran erinnern?

Nächstes Jahr bin ich bestimmt wieder beim Girls‘ Day mit dabei! 🙂

6 Responses to "Mein Girls‘ Day 2017 – Für Girls mit Beat"
  1. Hallo Charlotte,

    wir freuen uns tierisch, dass du so viel Spaß an unserer Hochschule hattest und viele neue Eindrücke, Erfahrungen und neues Wissen gewinnen konntest. Du hast wirklich einen tollen Blog. Bleib bitte so neugierig und zielstrebig, genau solche Studentinnen suchen und wünschen wir uns und braucht die Welt!
    Vielleicht hast du ja auch Lust beim Campus Day (https://www.hs-magdeburg.de/campus-days) vorbei zu schauen? Da kannst du dir dann auch mal die anderen Möglichkeiten an unserer schönen Hochschule angucken. Im Anschluss findet auch die lange Nacht der Wissenschaft statt, bei der ein paar coole (was „alte“ Leute eben so „cool“ finden 😉 ) Experimente durchgeführt werden.

    Danke noch mal für deinen Beitrag und das tolle Lob. Wir laufen heute sicher den ganzen Tag mit geschwellter Brust über den Campus!

    Liebe Grüße vom Grünen Campus wünscht das Team der Hochschule Magdeburg-Stendal

    • Hallo liebe Frau Knepper,
      das freut mich ja total! Ich laufe jetzt ebenfalls mit geschwellter Brust, zwar nicht über den Campus, aber über den Schulhof. 😉
      Die lange Nacht der Wissenschaft finde ich wirklich cool, da war ich auch schon ein paar Mal. Und dieses Jahr komme ich bestimmt wieder. Freue mich schon!
      Liebe Grüße,
      Charli

  2. Hallo Charlotte,

    wow das liest sich ja wirklich toll!
    Da bin ich ja froh, dass es euch gefallen hat! 🙂 Dein Papa kann auch gern mal auf meinem Seaboard probe spielen wenn er das möchte! 🙂
    Wenn dich das Thema interessiert, lohnt es sich auch mal auf der Facebook-Seite (facebook.de/schwarzekompositionen) von meinem Musiklabel vorbei zu schauen, da zeigen wir immer mal wieder verrückte Sachen die wir mit unseren teils selbstgebauten Synthesizern so machen. 🙂
    Weiterhin kann ich dir auch unseren Standort an der Hochschule bei der langen Nacht der Wissenschaft empfehlen. Vieleicht werde ich da auch etwas zeigen.

    Gruß Florian

    • Hallo Florian,
      freut mich, dass dir der Beitrag gefällt. Es war wirklich cool bei euch und ich werde mir dann heute nach der Schule mal deine Seite anschauen. Ich bin ja jetzt ein bisschen angefixt. 😉
      Die Lange Nacht der Wissenschaft habe ich mir jetzt schonmal fest vorgemerkt, vielleicht sehen wir uns dann da. Mein Papa wird sich dann eventuell auf dein Seaboard stürzen, also Vorsicht!
      LG Charli

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