Jedes dritte Kind – Kinderarmut in Deutschland

Was, Kinderarmut in Deutschland? Wirklich? Ja, es ist mal wieder Zeit für ein ernstes Thema auf frischgelesen.de. Wer hier schon länger mitliest, weiß dass ich mich nicht nur für schöne Kleider und Plätzchen backen interessiere. Ich mache mir eben auch über die Geschehnisse in der Welt meine Gedanken.

Einige Themen sind mir dabei natürlich besonders wichtig, wie hier zum Beispiel die furchtbare Gewalt gegen junge Mädchen. Und ich habe mir auch schon hier mehr Respekt unter den Menschen gewünscht.

Ich bin immer noch davon überzeugt, dass fehlender Respekt für viele Missstände verantwortlich ist. Wir sollten uns gegenseitig achten und gemeinsam über unsere Ängste reden, egal welcher Herkunft oder Religion wir sind bzw. auf welcher Seite wir stehen.

Müssen wir denn auf einer Seite stehen? Nö, aber darüber habe ich mich ja hier auch schon einmal ausführlich geäussert.

Wenn ihr nochmal nachlesen wollt, nur zu.

Heute brauchen wir gar nicht so weit in die Welt hinaus zu schauen um etwas Unfassbares zu entdecken. Nein, heute bleiben wir mal mitten in unserem schönen Deutschland. Genauer gesagt, in meinem Bundesland: Sachsen-Anhalt. Ich habe nämlich gestern auf der Website des MDR einen Artikel gelesen, der besagt, dass jedes dritte Kind in meiner Heimat unter der Armutsgrenze lebt und das hat jetzt nichts mit den aktuellen Flüchtlingszahlen zu tun.

Es geht um Kinderarmut in Deutschland, direkt vor unserer Haustür.

Wir leben in einem Land, in dem für Kinderarmut kein Platz ist.
Manchmal lassen uns die Problem der anderen kalt, aber das darf bei Kinderarmut in Deutschland nicht sein.

Und das ist nicht nur in Sachsen-Anhalt so, nein ganz Deutschland hat arme Kinder. Ich bin entsetzt. Da reden alle von der Flüchtlingshilfe und niemand interessiert sich dafür? Das darf doch nicht wahr sein.

Habt ihr in der Schule schon über Kinderarmut in Deutschland gesprochen?

Also wir nicht!

Dabei hätte es wunderbar gepasst. Wir behandeln im Sozialkunde-Unterricht gerade das Thema Familie. Dafür mussten wir im Rahmen einer Projektarbeit das Familienleben anderer Nationen beleuchten. Auch schön, aber wäre es nicht sinnvoller, sich mit den Problemen einer Familie in unserem Land auseinander zu setzten.

Armut hat ja viele Gesichter und vielleicht wäre es gut, wenn wir sie auch als Schüler erkennen. Denn ich denke, das Schlimmste am arm sein in Deutschland ist früher oder später, dass diese Kinder sich ausgeschlossen fühlen.

Die Kinder können dann eventuell an Veranstaltungen nicht teilnehmen, sie haben kein Geld für Kino oder andere Aktivitäten und fühlen sich vielleicht irgendwann isoliert. Bei einigen führt dieses ausgeschlossen sein dann auch zu Wut und im schlimmsten Fall zu Gewalt. Darum sollte gerade die Kinderarmut in Deutschland viel öfter Gesprächsthema sein, damit sich etwas ändert.

Die Kinderarmut schadet uns Allen, denn Kinder sind doch die Zukunft

Ich könnte jetzt sicher noch eine ganze Weile weiter schimpfen, aber das nützt Keinem. Die Frage ist eher: Was können wir tun? Warum kümmert sich niemand um diese Kinderarmut in Deutschland?

Bei meiner Recherche bin ich auf einige tolle Ideen gestossen.

Es geht nicht immer nur um das fehlende Geld, denn oft fehlen auch die gemeinsamen Erlebnisse und Unternehmungen. Museumsbesuche, Theater oder einfach Entdeckungen in der eigenen Stadt und dies übernehmen dann sogenannte Paten. Sie gehen mit den Kindern zu Veranstaltungen, backen gemeinsam Plätzchen oder lesen etwas vor. Ganz normale Dinge, die für die meisten von uns absolut selbstverständlich sind und die dafür sorgen, dass diese Kinder sich nicht ausgeschlossen fühlen.

Ich denke, es hilft schon, wenn wir anderen gegenüber aufmerksamer sind und Dinge hinterfragen. Vielleicht können wir dann auch etwas tun. Wir können die Armut der Kinder sicher nicht beheben, aber wir können ihr Leben reicher machen. Versteht ihr? Also, Augen auf und mithelfen!

Ich werde mich jetzt einmal erkundigen, ob ich vielleicht irgendwo Kindern etwas vorlesen könnte und sie so fürs Lesen begeistern kann. Das passt doch zu frischgelesen? Frisch vorgelesen, eben.

Bücher können doch auch tolle Freunde sein, oder? Sie entführen in andere Welten und lassen einen manchmal auch die eigenen Problem vergessen. Und ich fand es früher immer toll, wenn man mir vorgelesen hat.

Wir lesen uns übrigens auch jetzt immer noch gegenseitig Kurzgeschichten vor und ich liebe diese Nachmittage. Solltet ihr mal ausprobieren, fördert auch noch unsere Vorlesefähigkeiten und ihr gewinnt vielleicht neue Freunde. Denn in den Familien, die von der Kinderarmut in Deutschland betroffen sind, wird leider sehr selten vorgelesen. Überhaupt fehlt es dann oft an gemeinsamen Aktivitäten und da können auch wir vielleicht ein bisschen helfen.

Zimtröllchen werden die Kinderarmut in Deutschland nicht beseitigen, aber helfen ein bisschen gegen Kummer.
Gemeinsames Backen ist auch ein gutes Rezept gegen Sorgen und Nöte.

Was meint ihr?

So, es gibt also genug zu tun, damit sich hier keiner ausgeschlossen fühlt. Her mit euren Ideen!

Die Enten im Schnee schaffen es auch nur, wenn sie zusammenhalten.
Die Enten im Schnee schaffen es auch nur, wenn sie zusammenhalten.
Und dann lernt man vielleicht auch fliegen :)
Und dann lernt man vielleicht auch fliegen 🙂
2 Responses to "Jedes dritte Kind – Kinderarmut in Deutschland"

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