Das Material ist wirklich unglaublich weich und hält trotzdem schon so viele Jahre.

Ein bisschen Slow Fashion, oder der ewige Rock

Ewige Stadt, ewiges Leben, Ewigkeit, kennen wir alle, aber der ewige Rock? Was soll das sein? Ein heilig gesprochener Rock, oder was? Naja, fast richtig.

Also, mir war bis vor kurzem auch noch nicht bewusst, dass ich im Besitz eines ewigen Rockes bin. Und dann bekam ich die Nachricht einer Leserin, die mich fragte, ob ich den Rock aus meinem Post über die Zitadelle von Blaye in unterschiedlichen Größen besitze. Ihr war aufgefallen, dass er in vielen meiner Beiträge auftaucht und manche davon echt schon Jahre her sind. Recht hat sie und ich war überrascht wie aufmerksam meine Leser sind. Also habe ich mich mal in die Tiefen meines Fotoarchivs begeben und Bilder mit meinem geliebten Rock vom italienischen Label „I Pinco Pallino“ gesucht und festgestellt, dass er mich tatsächlich schon viele Jahre begleitet. Es ist nämlich wirklich immer derselbe Rock.

Und so wurde aus meinem „I Pinco Pallino“ einfach der ewige Rock. 😉

Der ewige Rock wurde mit der Zeit natürlich immer kürzer. Oder ich länger... ;)
Das ist ein aktuelles Bild von meinem I Pinco Pallino Rock.

Es gibt Kleidungstücke, die begleiten mich schon lange und es tut richtig weh, wenn sie irgendwann zu klein sind. Aber dieser Rock hält schon ewig durch. Er wächst irgendwie mit und hat den Sprung vom geliebten Kinderrock zum Lieblingsteil meiner Teenager-Garderobe geschafft. I Pinco Pallino ist ja eigentlich ein Kindermodelabel aus Italien. Gekauft haben wir diesen Rock noch in diesem heute verlassenen Shoppingcenter in der Toscana.  Das Shoppingcenter gibt es schon lange nicht mehr, aber mein ewiger Rock ist immer noch wunderschön. Und vor allem bequem. Ein Kleidungsstück, das man einfach gern aus dem Schrank nimmt. Und oft, wie ihr an den zahlreichen Fotos mit dem ewigen Rock auf meinem Blog sehen könnt.

Oder mein Kopf ist zu groß geworden. Naja, ist ja auch einiges an Gedanken dazu gekommen...
Hier trage ich den I Pinco Pallino Rock zusammen mit meinem Hut von Miss Sixty. Den habe ich zwar auch noch, aber er ist inzwischen leider zu klein…
Der ewige Rock on Tour, sozusagen.
Hier läuft der ewige Rock durch San Gimignano und wird sogar von Pinocchio bestaunt. 😉
Im Spiegelsaal machte sich der Rock besonders gut.
In Versailles war er auch schon!
Er hat sich immer gut benommen. Kein Wunder kommt ja auch aus edlem Hause.
Hier war der ewige Rock mit uns Essen im „La Flottille“.
Er (und ich auch) waren schwer begeistert. ;)
Bei La Machine in Nantes war der I Pinco Pallino auch dabei.
Erkennt ihr ihn?
Da ist der ewige Rock Background für meine geschmückten Hände.

Das sind schon eine Menge Beiträge in denen mein Lieblingsrock auftaucht. Ich weiß gar nicht, ob ich auch alle entdeckt habe. Vielleicht findet ihr noch welche. Wir könnten ja ein Suchspiel daraus machen:

Findet den ewigen Rock. 😉

Schaut sich den höchsten Wasserfall Deutschlands in Triberg an.
Da ist er schon wieder…
Der ewige Rock, mal sehen wie lange ihr ihn noch zu sehen bekommt. ;)
Kein Rock schwingt wie dieser! Das Bild kennt ihr ja schon aus meinem Anti-Jammer-Post.

Ja, und damit hier nicht nur alte Fotos seht, habe ich noch ein paar Bilder aus Bordeaux für euch. Und was trage ich da? Richtig, den ewigen Rock.

Mein ewiger Rock ist langlebig und schön – Ein richtiger Schritt in Richtung Slow Fashion

Aber hilft nicht beim Tüten tragen. Das muss sich ändern!
Auch beim Shopping in Bordeaux leistete dieser Rock echt gute Dienste…
Klar, er mag Bücher. Es ist ja der ewige Rock von frischgelesen.de. ;)
Der Rock war sogar beim Kauf von „Harry Potter and the cursed child“ dabei.
Nein, er mag sie nicht so. Die bunten Dinger machen Flecken auf ihm...;)
Und Macarons hat er gekauft…
Das Material ist wirklich unglaublich weich und hält trotzdem schon so viele Jahre.
Hier ist er nochmal ganz nah.
Aber es gibt mit Sicherheit keine Kinderfotos mit Mamis Hose... ;)
Die Hose von Mami habe ich jetzt auch oft hier gesehen. Vielleicht wird sie zur ewigen Hose?
Ich bin nicht gläubig, aber es gibt Situationen in denen ich mir wünsche, dass sich die Dinge zum Guten wenden. Hier hat es auch ein bisschen geholfen.
Hier hat der ewige Rock mit mir eine Kerze in der Kathedrale von Bordeaux angezündet.

Was ich euch mit diesem Beitrag sagen möchte, ist ganz einfach: Es sind nicht die kurzlebigen Trendteile, die uns glücklich machen. Nein, es sind die Lieblingsstücke, die mit uns ganz viel erleben, wie eine richtig gute Freundin. Die suchen wir uns doch auch nicht nur für einen Sommer, oder?

Und das Tolle daran ist, dass es nicht nur gut für unsere Umwelt ist, sondern auch unseren Geldbeutel schont. Klar, muss man bei Teilen, die man so lange tragen möchte, sehr auf die Qualität achten und das kostet in der Anschaffung meist etwas mehr. Aber im Endeffekt kauft ihr besonnener und wenn ihr das „Coast per wear“ -Prinzip anwendet, habt ihr am Ende gespart. Denn was nutzt es einen modischen Fummel für 40 EURO zu kaufen, den ihr dann vielleicht fünfmal anzieht und den ihr euch ratz fatz überseht. Da sind die sogenannten Tragekosten im Endeffekt einfach zu hoch.

Also, denkt bei eurem nächsten Einkauf mal darüber nach. Es macht nicht die Masse an Klamotten einen guten Kleidungsstil aus, sondern die Qualität und die Kombimöglichkeiten. Und weniger Teile heißt auch weniger Aufräumen. Vernünftig einkaufen gehört in meinen Augen zum Erwachsenwerden dazu. Schließlich müssen wir für den ganzen Kram irgendwann bezahlen und damit meine ich nicht nur die Klamotten, sondern auch die vielen Umweltsünden, die wir dann in der Zukunft ausbügeln müssen.

Weniger ist manchmal eben doch mehr…

2 Responses to "Ein bisschen Slow Fashion, oder der ewige Rock"
  1. Ich habe viele Sachen, die ich schon zu meiner Schulzeit gerne getragen habe, und da sich meine Figur seither kaum verändert hat, passen sie noch immer! Da gibt es z.B. eine 13 Jahre alte Jacke in grün und Pilotenstil, für die ich immer mehr Komplimente bekomme, je länger ich sie trage und je offensichtlicher die tatsächlich „Used“-Spuren werden! Oder eine 12 Jahre alte Samthose in cognacbraun, um die mich ganz viele beneiden (und die ich inzwischen sogar verkaufen würde, weil ich cognac einfach nicht mehr so gerne habe). Ein Rock aus einer Tanzaufführung mit 14, T-Shirts von meiner ersten Reise nach Kanada mit 16, sogar zwei Paar Schuhe, die Mama mir mit 15 gekauft habe, halten wegen ihrer hervorragenden Qualität immer noch (und die Leute fragen mich immer noch, woher ich die habe, seit meiner Schulzeit! Ist doch unglaublich, nicht wahr?)

    Daher: solche doofen Regeln wie „alles muss nach einem Jahr raus“ oder ähnlich finde ich unsinnig. Ich habe Dinge, die ich manchmal auch 2 oder 3 Jahre nicht trage, und dann entflammt die Liebe völlig neu! Und ist stärker als zuvor 😀

    • Ja, das geht mir genauso. Nur weil ich irgendetwas ein Jahr nicht getragen habe, heißt es noch lange nicht, dass ich es nicht wieder anziehen werde.

      Ich stöbere auch sehr gern bei Mami, da sind einige Schätze zu finden. Und sie findet es großartig, wenn ich es dann anders kombiniert trage. Bisher durfte ich alles nehmen und das ist zum Beispiel beim Verreisen total cool, weil wir nicht soviel mitnehmen müssen.
      Ich finde es auch toll, wenn die Kleidung mit vielen Erinnerungen verbunden ist. Und langsam komme ich ja in ein Alter, wo ich nicht mehr so sehr schnell wachse, also kann ich meine Lieblingsteile auch länger tragen. Oder ewig und später meinen Kindern geben, so wie Mami. 😉
      Ab und zu trenne ich mich aber auch von ein paar Teilen und verkaufe sie auf unserem Kinder-Flohmarkt. Ich habe da richtige Stammkunden. Das macht dann wirklich Spaß.

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